Fr, 24. November 2017

Dolce Vita

10.05.2017 16:25

Der Traum vom eigenen Weingut in der Toskana

Der bekannte deutsche Unternehmer Georg Weber hat sich einen Traum erfüllt und im malerischen Örtchen Capalbio seine eigenen Reben angepflanzt. Gleich ums Eck befindet sich der einzigartige Garten des Tarot von Niki de Saint Phalle. Und vor der Haustüre liegt die Silberküste des Monte Argentario.

Die Toskana hat drei verschiedene Gesichter. Zum einen die kulturell bedeutenden Städte Florenz, Pisa, Grosseto, Luca oder Siena, zum zweiten die mit Pinien und Zypressen überzogenen Weinhügel im Landesinneren und zum dritten die herrliche Küste. Was viele vermutlich nicht wissen: Auch die Küste eignet sich für den Weinbau. Und wie!

Der "Berg des Ebers"
Davon kann man sich im (noch sehr jungen) Weingut Monteverro am Fuße des malerischen Örtchens Capalbio überzeugen. Georg Weber hat sich dort seinen Traum vom eigenen Weingut verwirklicht. "Als Student war ich in Frankreich und habe meine Liebe zu den Bordeaux-Weinen entdeckt", erzählt der Winzer beim "Krone"-Besuch auf Monteverro, das übersetzt Berg des Ebers heißt. Wegen der dort so zahlreich vorkommenden Wildschweine. Seit dieser Zeit verfolgt Georg die Idee vom eigenen Weingut, aber das BWL-Studium und die Pflichten im elterlichen Betrieb gingen vor.

Doch Anfang 2000 war es dann so weit: Aus Frankreich wurde zwar Italien, doch die Vision vom eigenen Weingut wurde realisiert. Auf einem Grundstück von 50 Hektar, das bis dato nur für den Getreideanbau genutzt wurde, plante und baute er sein Weingut. Auf dem Reißbrett, von der Anordnung der Reben bis zum Weinkeller - alles fein penibel vom Chef persönlich geplant. Der erste Jahrgang wurde 2008 gekeltert und kam 2011 auf den Markt. Die sechs verschiedenen Weine aus dem Hause Monteverro werden heute von den Weinkritikern auf der ganzen Welt gelobt: Monteverro kann mittlerweile mit den großen Bordeaux mithalten!

"Dabei war die Gegend bisher gar nicht für den Weinbau bekannt", erzählt Georg Weber bei einem Glas Tinata, den er nach seiner Mutter benannt und ihr gewidmet hat. "Als Dankeschön, dass sie mich von Anfang an unterstützt hat", so Weber. Der ebenso junge wie geniale französische Kellermeister Matthieu Taunay verfeinert abschließend, was der Boden zuvor hervorgebracht hat.

Die Ursprünglichkeit der Weine
Die Weine lagern in 45 Gärungstanks, 500 Barriquefässern und zwei überdimensionalen Beton-Eiern. Ja, richtig gelesen! In den Eiern reifen eine Zeit lang die Syrah-Grenache-Cuvée Tinata sowie der exzellente Chardonnay. "Damit wird die Ursprünglichkeit der Weine gefördert", schildert Taunay. Besucher sind auf dem Weingut jederzeit willkommen! "Man muss sich bitte lediglich anmelden und kann eine Führung auf Monteverro machen", sagt Georg Weber, der jede freie Minute auf dem Weingut verbringt.

Capalbio
Und wenn man schon einmal in der Gegend ist, dann kann man sich auch noch gleich die gut erhaltene Altstadt von Capalbio sowie den Garten des Tarot von Niki de Saint Phalle ansehen, der sich gleich ums Eck befindet. Beim "Giardino dei Tarocchi" handelt sich um einen Skulpturenpark der 2002 verstorbenen, bekannten Künstlerin. Zu sehen sind 22 Figuren (Arkana) der Tarotkarten - und zwar als große, bunte Skulpturen, die zum Teil bis zu 15 Meter hoch sind und von farbigen Keramiken, Spiegel-Mosaiken und Glas bedeckt sind. Ein Teil der Skulpturen ist im Inneren sogar begehbar. Inspiriert wurde sie dabei unter anderem auch von Friedensreich Hundertwasser.

Nach dem kulturellen Programm kann man sich dann entweder in einer der vielen Tavernen rund um Capalbio kulinarisch verwöhnen lassen oder gleich an den Strand fahren. Die Silberküste - Costa d’Argento - rund um den Monte Argentario lädt mit ihren Stränden zum Relaxen ein. Dolce Vita eben!

Markus Gassler, Kronen Zeitung

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