Di, 21. November 2017

Comeback

20.10.2016 11:35

„Kodak Ektra“: Foto-Pionier stellt Smartphone vor

Viele Jahrzehnte stand der Name Kodak für Fotografie schlechthin, doch das Digital-Zeitalter verschlief der Foto-Pionier. Nun meldet sich das Unternehmen im Smartphone-Markt mit dem "Kodak Ektra" zurück. Das Gerät soll vor allem Menschen mit einer Leidenschaft für Fotografie ansprechen, sagte Tim Shepherd vom Hersteller Bullitt Group.

Im Fokus stünden hochwertige Fotografien - "also nichts zum Hochladen auf Facebook". Als Vorlage habe die 35-Millimeter-Kamera "Kodak Ektra" gedient, die der Fotospezialist im Jahr 1941 herausbrachte, sagte Shepherd.

Auch im Design macht das Smartphone Anleihen an der historischen Kamera. Auf der im Look aus 1941 gehaltenen Rückseite prangt markant eine Linse im Durchmesser von etwa zwei Zentimetern. Die Bedienung des Android-Geräts (Marshmallow) orientiert sich an einer Spiegelreflexkamera.

So lassen sich Belichtung, Weißabgleich oder Blende manuell einstellen. Für Video-Aufzeichnungen gibt es einen "Super 8 Video Recorder", der Aufnahmen im Retro-Look macht. Neben der 21 Megapixel-Kamera gibt es eine 13 Megapixel-Frontkamera. Die "Reinkarnation" der "Kodak Ektra" öffne eine "neue Tür der kreativen Möglichkeiten für bestehende und kommende Fotografen", sagte Kodak-Chef Jeff Clarke.

Das Kamera-Smartphone soll ab Anfang Dezember für 499 Euro in Europa in den Handel kommen. Angetrieben wird es vom Zehnkern-Prozessor Helio X-20. Zur weiteren Ausstattung zählen drei Gigabyte RAM, 32 GB interner Speicher (erweiterbar mittels microSD), ein 3000-mAh-Akku sowie ein fünf Zoll großes Full-HD-Display (441 ppi).

Eastman Kodak war viele Jahrzehnte eine feste Größe bei fotografischem Equipment. Das Unternehmen ließ zwar auch die erste Digitalkamera bauen, verschlief aber den Trend. 2013 meldete Kodak Insolvenz an und spezialisiert sich inzwischen auf Digitaldruck. Der Hersteller Bullitt Group hatte zuletzt unter der Marke des Baumaschinenproduzenten Caterpillar das Outdoor-Smartphone Cat S50 mit Wärmebildkamera produziert.

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