Sa, 18. November 2017

Feuer in Gesäßtasche

05.08.2016 09:51

iPhone-Explosion: Biker hat schwere Verbrennungen

Der britische Mountainbiker Gareth Clear hat bei einer iPhone-Explosion schwere Verbrennungen erlitten. Der Akku ging in Flammen auf, als er bei einer Radtour in Australien mit dem iPhone in der Gesäßtasche vom Mountainbike stürzte. Obwohl er sofort versuchte, das Handy aus der Tasche zu ziehen, brannte es sich durch mehrere Hautschichten. Clear brauchte danach eine Hauttransplantation.

Der in Australien lebende Brite beschreibt den Unfallhergang im Gespräch mit der Zeitung "Mirror". "Nach drei, vier Sekunden stand ich wieder auf und sah hinter mir Rauch aufsteigen. Es kam mir irgendwie komisch vor. Was dann passierte, kann ich kaum beschreiben."

Er hörte unmittelbar vor dem Brand ein lautes Knacken. Instinktiv habe er versucht, das brennende Handy aus der Hosentasche zu ziehen. Ohne Erfolg: Er zog sich bei dem Versuch Verbrennungen an den Händen zu. Clear geriet in Panik: "Das Lithium im Akku war wie schwarze Lava, die seitlich ausgespien wurde und das Metall fing an, sich zu verformen. Mein Fuß war komplett schwarz."

"Ich war allein und habe geblutet"
Mit einer Wasserflasche gelang es dem Mountainbiker, das Handy notdürftig zu löschen. Das nächste Hospital war allerdings weit entfernt. Er habe sich vor Angst fast in die Hosen gemacht, so Clear. "Ich war allein und habe geblutet. Das schlimmste war der Gestank - wie ein Chemieexperiment in der Schule. Das hat mir Sorgen gemacht - dass die Rückstände oder das Gift in meine Blutbahn geraten."

Zwei Kilometer musste Clear sein Mountainbike schieben, bevor ihm medizinische Hilfe zuteilwurde. Das in Flammen aufgegangene iPhone klemmte er zwischen zwei Holzstücke und nahm es mit in die Notaufnahme. Die Diagnose: Das Handy hatte sich durch zwei Hautschichten gebrannt und eine Hauttransplantation am Oberschenkel notwendig gemacht. Bis sich der Sportler wieder völlig erholt hat, wird es noch Wochen dauern.

Explosionsrisiko gering, aber da
Clear, der sein Martyrium auf Twitter in verstörenden Bildern dokumentiert hat, befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung und erholt sich von dem Unfall und der Behandlung. Er ist froh, dass die Sache nicht noch schlimmer ausging. "Ich will den Menschen bewusst machen: Wenn so etwas jemandem im Gesicht oder auf der Haut passiert, ist er fürs Leben gezeichnet." Ihm sei klar, dass die Explosion durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle zustande kam, trotzdem habe er in 18 Jahren als Handybesitzer so etwas noch nie erlebt.

Clear hat sich mit seiner Geschichten an Apple gewandt. Der iPhone-Konzern hat angekündigt, den Zwischenfall zu untersuchen. Es ist beileibe nicht die erste Akku-Explosion, die einen iPhone-Nutzer verletzt hat: Das geringe Restrisiko eines Akkubrandes lässt sich mit aktuellen Akkutechnologien nicht ausräumen. Forscher arbeiten jedoch fieberhaft an Stromlieferanten, die nicht explodieren können.

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