So, 19. November 2017

Sicherheit gefährdet

03.06.2016 11:54

„Fatale Folgen“: Piloten warnen vor Drohnen

Die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit warnt vor der immer zahlreicher werdenden Anzahl von Drohnen in der Luft: "Immer häufiger kommt es zu gefährlichen Annäherungen zwischen Drohnen und bemannten Flugzeugen", zeigt sich die Vereinigung in einer Mitteilung alarmiert.

Die Zahl der unbemannten Flugsysteme nehme stark zu; sowohl im kommerziellen als auch im privaten Bereich würden Drohnen immer beliebter, ihre Einsatzmöglichkeiten zahlreicher. "Die überwiegende Anzahl von Drohnen wird von Laien betrieben, die keinerlei Vorstellung vom Luftverkehr haben und die mögliche Risiken unterschätzen oder sogar negieren", betonte die Vereinigung.

Fatale Folgen
Für Verkehrsflugzeuge und vor allem für Helikopter könne eine Kollision mit einer Drohne fatale Folgen haben, warnte ein Sprecher. Gleichzeitig stellten Drohnen auch ein Sicherheitsproblem dar, weil mit ihrer Hilfe verbotene Gegenstände in Sicherheitsbereiche, zum Beispiel auch am Flughafen, geschmuggelt werden könnten. "Die Nutzung von Drohnen darf nicht zu einer Absenkung des Sicherheitsniveaus in der Luftfahrt führen", so der Sprecher.

Dass beim Betrieb von Drohnen unter einer Mindesthöhe von rund 150 Metern das Kollisionsrisiko minimal wäre, sei falsch, da unter dieser Mindesthöhe viele Rettungs- und Polizeieinsätze mit Hubschraubern stattfänden. "Auch hier kam es bereits zum Abbruch von Rettungseinsätzen aufgrund des Betriebs von Drohnen", schrieb Cockpit.

Vereinigung fordert "Beipackzettel"
Um Gefahren auszuschalten, fordert die Vereinigung daher eine Ausweichpflicht für unbemannte Luftfahrtsysteme, "Beipackzettel" beim Kauf von Drohnen, einen Betrieb nur in Sichtweite des Piloten, räumliche Betriebsbeschränkungen, eine Versicherungs- und Markierungspflicht sowie eine verbesserte Sichtbarkeit für unbemannte Luftfahrtsysteme.

EU-Verkehrsrat berät über Regelwerk für Drohnen
Die Forderung kommt wohl nicht von ungefähr: Am kommenden Dienstag berät der EU-Verkehrsrat über ein Regelwerk für Drohnen. Bei den Drohnen wird zwischen militärischen, zivilen oder Spielzeugdrohnen unterschieden, nun solle erstmals ein technischer Annex erstellt werden, der eine Kategorisierung und eine Art Raster beinhalte, hieß es am Freitag.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden