Di, 21. November 2017

Vier Stunden Qualen

20.05.2016 10:29

Handy verschluckt: Notoperation für Häfnbruder

Während Smartphones in den letzten Jahren immer größer wurden, erfreuen sich Mini-Handys in gewissen Kreisen nach wie vor größter Beliebtheit. Für Häftlinge sind sie eine verführerische Möglichkeit, mit der Außenwelt Kontakt zu halten - und je kleiner das Handy ist, umso leichter kann man es vor den Wärtern verstecken. Für einen Häfnbruder in Irland war sein Schmuggel-Handy aber offenbar nicht klein genug. Er schluckte es - und musste zur Notoperation.

Vier Stunden lang hatte sich der 29-Jährige übergeben müssen, bevor die Wärter seiner Ausführung, ein Handy verschluckt zu haben, Glauben schenkten und den Mann ins Krankenhaus brachten.

Das Röntgengerät bestätigte die Geschichte des laut Ärzten von "komplexen psychosozialen Problemen" gebeutelten Mannes: Er hatte ein winziges Handy verschluckt, das auf dem Weg zum Magen stecken geblieben war.

Handy war so groß wie ein Feuerzeug
Wie das IT-Portal "CNET" unter Berufung auf ein Chirurgenjournal berichtet, handelte es sich bei dem Gerät um ein Long-CZ. Das 40-Euro-Handy ist gerade einmal 6,8 Zentimeter lang, 2,3 Zentimeter breit und knapp über einen Zentimeter hoch, also nicht größer als ein Feuerzeug.

Damit erfüllt es die wichtigste Voraussetzung für Häfn-Handys: Es ist winzig, wie etwa auch das Zanco Fly, das sich unter Häftlingen enormer Beliebtheit erfreut und kürzlich durch Amazon-Rezensionen aus Gefängnissen Berühmtheit erlangte.

Häftling wollte Handy vermutlich verstecken
Wie der Ire das Handy ins Gefängnis geschmuggelt und warum er es am Ende verschluckt hat, ist nicht bekannt. Denkbar wäre, dass er das Gerät wegen einer Kontrolle durch die Wärter verstecken wollte - und es im Glauben, es käme früher oder später schon auf normalem Wege wieder heraus, verschluckte.

Ein Irrtum, wie sich im Krankenhaus herausstellen sollte. Das Röntgenbild zeigt: Das Handy hatte sich im Körper des Mannes quergestellt und war stecken geblieben. Um es mittels Endoskop zu entfernen, war es schon zu tief im Körper, die Ärzte mussten den Mann aufschneiden und eine Zange benutzen, um ihn von dem Gerät zu befreien.

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