Mi, 23. Mai 2018

Potenzielle Gefahr

18.04.2016 12:37

Werden Bluescreens mit QR-Code zur Virenschleuder?

Microsoft arbeitet an der Fertigstellung des großen Windows-10-Updates "Redstone". Ein neues Feature, das Windows mit dem Update bekommen soll, sind QR-Codes am Bluescreen, die bei Abstürzen weitere Informationen liefern sollen. Die gut gemeinte Idee könnte sich allerdings zu einer ernsten Gefahr entwickeln.

Das IT-Magazin "Chip" warnt nämlich: Was, wenn Cyberkriminelle sich die QR-Codes am Bluescreen künftig einfach zunutze machen? Es sei durchaus denkbar, dass sie in Zukunft bei der Infektion eines PCs einen Bluescreen fälschen und die Nutzer mit manipulierten QR-Codes auf Websites locken, die Viren verteilen. So könnten gewiefte Kriminelle zusätzlich zum PC ihres Opfers auch ganz schnell sein Smartphone mit Malware infizieren.

Infizierte Smartphones sind eine echte Gefahr
Und das wäre eine echte Gefahr, schließlich dient das Smartphone etwa beim Online-Banking als zusätzliche Sicherheit. TAN-Codes, die man für Überweisungen braucht, landen oft per SMS am Handy. Das verhindert, dass sie im Falle einer Vireninfektion des PCs in falsche Hände geraten und Kriminelle Geld auf ihre Konten überweisen. Sind sowohl PC, als auch Handy infiziert - etwa, weil mit dem Handy ein gefälschter QR-Code gescannt wurde - nutzt diese Sicherheitsvorkehrung nichts mehr.

Es wären noch weitere Angriffsszenarien denkbar, bei denen Kriminelle Microsofts gut gemeinte QR-Codes am Bluescreen missbrauchen. Noch handelt es sich dabei aber glücklicherweise um eine rein hypothetische Gefahr, bisher ist noch nicht einmal fix, ob die QR-Codes am Bluescreen tatsächlich in der momentan diskutierten Form kommen. Es ist durchaus möglich, dass Microsoft sie noch modifiziert, sodass sie sich beispielsweise nur mehr mit hauseigener Software einscannen lassen, die genau kontrolliert, wohin ein Link führt. So könnte man die QR-Codes zur Fehlerbeschreibung nutzen, ohne die Windows-Nutzer einer Gefahr auszusetzen.

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