Fr, 24. November 2017

Extrem komplex

09.07.2015 11:13

IBM-Forscher präsentieren ersten 7-Nanometer-Chip

IBM-Forschern ist es gelungen, den ersten Computerchip im 7-Nanometer-Fertigungsverfahren herzustellen. Der Chip bietet auf kleinster Fläche stolzen 20 Milliarden Transistoren Platz. Zum Vergleich: Aktuelle Hochleistungschips haben bis zu neun Milliarden Transistoren und werden im 14- oder 28-Nanometer-Fertigungsprozess hergestellt.

IBM hat den Wunderchip gemeinsam mit dem Chiphersteller GlobalFoundries, Samsung und dem College of Nanoscale Science der New York State University entwickelt, berichtet das IT-Portal "Golem". Das Konsortium hat es geschafft, einen Chip herzustellen, der zwar noch weit von der Marktreife entfernt ist, aber erstmals zeigt, wohin die Reise nach den aktuellen 28- und 14-Nanometer-Chips führen wird.

Die Herstellung solcher Chips ist unglaublich teuer. Weil die Strukturen auf dem Chip so winzig sind, braucht es spezielle Materialien und fortschrittliche Fertigungstechnologien, bei denen der Chip unter anderem mit Röntgenstrahlen belichtet wird.

Der Experimentalchip hat derzeit vor allem theoretische Bedeutung, beweist er doch, dass das Mooresche Gesetz, wonach sich die Transistorzahl moderner Computerchips alle zwei Jahre verdoppelt, nach wie vor Gültigkeit genießt. Forscher hatten sich zuvor bereits gesorgt, dass das 50 Jahre alte Gesetz langsam an seine Grenzen stoße. Mit der Aussicht auf 7-Nanometer-Chips dürfte es nun aber zumindest noch einige Jahre seine Gültigkeit behalten.

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