Fr, 24. November 2017

3D-Druck beim A350

07.05.2015 08:55

In diesem Flugzeug stecken 1.000 „gedruckte“ Teile

Der europäische Flugzeughersteller Airbus setzt bei der Fertigung seines neuen Langstrecken-Jets Airbus A350 im großen Stil auf Bauteile aus dem 3D-Drucker. Als Partner fungiert der 3D-Druck-Spezialist Stratasys. Insgesamt sollen rund tausend Teile im A350, von dem gerade die ersten Maschinen ausgeliefert werden, mithilfe von 3D-Druckern gefertigt werden.

Airbus und Stratasys haben seit 2013 daran gearbeitet, einzelne konventionell gefertigte Bauteile durch mittels 3D-Drucker hergestellte Teile zu ersetzen. Insgesamt sei das bei rund tausend Teilen gelungen, was die Fertigung beschleunige und dabei helfe, die Liefertermine für den A350 einzuhalten, heißt es in einer Aussendung von Stratasys. Die gedruckten Teile seien formfest und leicht und sollen den Sicherheitsvorschriften in der Luftfahrt genügen.

Der erste Airbus A350 in der XWB-Variante, in dem Teile aus dem 3D-Drucker im Einsatz sind, wurde bereits zum Jahreswechsel ausgeliefert und verrichtet seit einigen Wochen bei Qatar Airways seinen Dienst – bislang ohne Komplikationen. Weitere Maschinen werden derzeit gefertigt.

3D-Drucker werden immer wichtiger
3D-Drucker setzen sich nicht nur in der Industrie auf immer breiterer Front durch. Sie ermöglichen es Start-ups, kostengünstig Teile für Prototypen neuer Geräte zu produzieren, bringen im medizinischen Bereich günstige und passgenaue Prothesen mit sich und werden in immer größerem Ausmaß auch in der industriellen Fertigung, beispielsweise eben bei Flugzeugen, verwendet.

Langfristig dürfte 3D-Druck sogar noch wichtiger werden: Ein chinesisches Bauunternehmen arbeitet beispielsweise fieberhaft daran, die Konstruktion von Gebäuden mit 3D-Druckern zu ermöglichen und damit die Kosten in der Bauwirtschaft massiv zu drücken. Und eines fernen Tages könnten vielleicht sogar 3D-gedruckte Organe transplantiert werden.

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