Die einen sind 26-facher Champion. Die anderen wollen erstmals in der Geschichte ihren Titel verteidigen. Im Finale um die heimische Meisterschaft im Rugby gastiert Rekordmeister Donau am Samstag bei Celtic. Für Spannung ist gesorgt und auch das Zustandekommen des Wiener Derbys im Endspiel barg gewisse Brisanz.
Dass das Staatsmeisterschafs-Finale im Rugby heuer (wieder einmal) Celtic gegen Donau lautet, somit ein Wiener Derby ist, entschied sich erst fünf Tage vor dem Endspiel am Samstag. Donau soll im Grunddurchgang einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt haben. Dem Einspruch der Leopoldstädter wurde am Dienstag einstimmig stattgegeben. „Es freut uns natürlich nicht, dass das so gelaufen ist“, sagt Donau-Sportdirektor Benni Dachler. „Wir sind ein kleiner Verband, da sollte man sich nicht gegenseitig das Leben schwer machen.“
Außer auf dem Spielfeld. Und genau dort möchte Vorjahresmeister Celtic am Samstag (16.30 Uhr) auf dem Heim-Platz in der Steinergasse in Liesing etwas ganz Besonderes schaffen. „Wir konnten noch nie einen Titel verteidigen, wollen also Geschichte schreiben. Das ist ein ganz besonderer Zusatzantrieb für unsere Mannschaft“, freut sich Obmann Antonio deVall, „dass wir es mit unserem neuen Trainer Mike Jackson geschafft haben, einen Umbruch einzuleiten, eine neue Spielphilosophie auf den Platz bringen und erstmals auch Spieler im Finale stehen, die bei uns in der U10 mit Rugby begonnen haben.“
Donau, mit 26 Titeln Rekordmeister, verlor heuer beide Duelle im Grunddurchgang, den Celtic gewinnen konnte. Doch auch im Rugby gilt: Ein Derby hat eigene Gesetze. Erst recht in einem Finale.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.