Sa, 25. November 2017

Funkchip im Griff

14.11.2014 11:05

Smarte Waffe: US-Polizei testet vernetzte Pistole

Wer hat zuerst geschossen und aus welcher Richtung? Immer wieder müssen sich Experten und Gerichte mit diesen Fragen beschäftigen. Abhilfe verschaffen soll ein Chip aus den USA: Er soll Pistolen "smart" machen und so im Falle eines Falles wichtiges Beweismaterial zum Tathergang liefern.

Der Chip lässt sich platzsparend im Griff der Pistole unterbringen und stammt vom US-Unternehmen YardArm, das laut Website "anspruchswolle Schusswaffen-Technologie" entwickelt. Konkret erfasst der Chip der Kalifornier schon heute, ob und wo eine Waffe gezogen oder abgefeuert wurde. Künftig, so das ehrgeizige Vorhaben der Entwickler, soll die Technologie auch erfassen können, in welche Richtung eine Waffe zeigt.

Profitieren soll davon vor allem die Polizei. Per Mobilfunk soll der Chip die Einsatzleitstellen automatisch darüber informieren, wenn es für den Officer auf Streife kritisch werden könnte – ohne dass dieser selbst dafür zum Funkgerät greifen muss. Erste Tests auf dem Schießstand verliefen erfolgreich, jetzt soll der Funkchip in Polizeistellen in Kalifornien und Texas im Einsatz erprobt werden.

Mitte nächsten Jahres sollen die Hardware und die dazugehörige Tracking-Software laut "Technology Review" in den Verkauf gelangen. Eine "Consumer"-Version sei ebenfalls nicht auszuschließen, so YardArm gegenüber dem Magazin. Mit dem Versuch, die Technologie bei privaten Schusswaffenbesitzern zu etablieren, war das Unternehmen in der Vergangenheit allerdings schon einmal gescheitert. Viele Amerikaner würden vor Technologien zurückschrecken, die darauf abzielten, den Schusswaffengebrauch in irgendeiner Art zu regulieren.

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