Mo, 20. November 2017

Beruhigt auf Reisen

28.10.2014 15:16

Keine Chance für Einbrecher und andere Gefahren

Bei vielen Menschen bleibt ein mulmiges Gefühl, wenn sie ihre Wohnungstür für den Urlaub versperren: Hat man an alles gedacht? Ist alles abgedreht? Und hoffentlich wird man beim Nachhausekommen alles noch so vorfinden, wie man es hinterlassen hat. Hier bekommen Sie Tipps, woran Sie jedenfalls vor der Abreise denken sollten.

Einbruchschutz
Kontrollieren Sie, ob alle Fenster und Türen fest verschlossen sind, auch jene zu Nebeneingängen oder Kellern. Lassen Sie keine Geräte im Garten herumliegen, die als Einbruchhilfe verwendet werden könnten, wie etwa Leitern, eine Axt oder Ähnliches. Aktivieren Sie – sofern vorhanden – Bewegungsmelder sowie die Alarmanlage. Auch sollten Sie darauf achten, die Vorhänge ordentlich vorgezogen zu haben, damit von außen nicht erkennbar ist, dass Sie auf Urlaub sind.

Täuschen Sie Anwesenheit vor: Zeitschaltuhren, die bewirken, dass Lampen in einzelnen Räumen des Hauses bzw. Radiogeräte eingeschaltet werden und sich nach einiger Zeit wieder abschalten, erzeugen zumindest Verunsicherung, falls das Haus beobachtet wird, und Einbrecher werden durch die Geräusche bzw. durch die Lichtquellen abgeschreckt.

Ebenfalls ein eindeutiges Zeichen für Einbrecher sind volle Briefkästen. Beauftragen Sie daher entweder einen Postnachsendeauftrag oder hinterlegen Sie den Postkastenschlüssel bei einem Familienmitglied bzw. einem netten Nachbarn, der Ihnen die Post in die Wohnung bringen kann.

Räume versperren
Räume, in denen wertvolle Geräte stehen, sollten nach Möglichkeit noch einmal extra versperrt werden. Informieren Sie Ihren "Housesitter", wo er die Schlüssel im Notfall finden kann. Einbrecher werden sich beim Einbruchversuch eher abgeschreckt fühlen, wenn sie die sprichwörtlichen sieben Siegel überwinden müssen – je mehr Hindernisse, desto besser.

Wertsachen richtig verwahren
Schmuck und Bargeld sollten entweder in einem eingebauten Möbel- bzw. Wandtresor verstaut oder optimalerweise in einem Bankschließfach deponiert werden. So sind Sie bei wirklich wertvollen Dingen sicher, dass sie keinem Einbruch zum Opfer fallen. Dasselbe gilt für Sparbücher und Versicherungspolizzen, die auch im Fall von Überschwemmung oder Feuer im Bankschließfach besser aufgehoben sind.

Keine Hinweise geben
Abwesenheitsnotizen beim privaten Mail-Account, geänderte Ansagen auf der Mobilbox oder Urlaubsfotos auf Facebook sind keine gute Idee, da sie Details Ihrer Abwesenheit verraten – Sie sollten auf sie eher verzichten.

Wasser
Prüfen Sie jedenfalls vor dem Verlassen der Wohnung, dass kein Wasserhahn oder Heizkörper tropft. Denn auch durch geringe, aber stetige Wasserabgabe können bei entsprechend längerer Abwesenheit Wasserschäden entstehen. Denken Sie bei längeren Abwesenheiten auf jeden Fall daran, den Hauptwasserhahn abzudrehen, bevor Sie aufbrechen! Denn in vielen Haushaltsversicherungen ist das bei Abwesenheit von mehr als beispielsweise 36 Stunden Voraussetzung, um Versicherungsschutz zu haben. Ausgenommen von dieser Regelung sind etwa Heizkreisläufe, damit im Winter Kälteschäden verhindert werden können.

Strom
Machen Sie vor Ihrer Abfahrt einen Rundgang durch Ihr Zuhause und stecken Sie Verteilersteckdosen aus, schalten Sie Stand-by-Geräte ab und nehmen Sie nach Möglichkeit alle Geräte vom Strom, die keine wesentliche Funktion erfüllen müssen. So reduzieren Sie die Gefahr eines durch ein defektes Gerät oder indirekten Blitzschlag ausbrechenden Feuers.

Pflanzen-Versorgung
Haben Sie nicht die Möglichkeit, Ihre Pflanzen von einer guten Fee gießen zu lassen, dann helfen beigestellte Wasserflaschen, die Ihre Pflanzen über Gießkarotten mit Wasser versorgen. Für den Garten gibt es Gießanlagen mit Zeitschaltuhr, die eine Bewässerung sicherstellen. Generell sollten Sie darauf achten, dass Ihre Pflanzen nicht in der prallen Sonne stehen müssen und auch sonst keinen extrem ungeschützten Standort während Ihres Urlaubs haben. Ideal sind Keller- bzw. Außenstiegen und Standorte der Wand entlang.

Kontakt
Sie sollten einem Freund oder Familienmitglied in jedem Fall Ihre Reiseorte mit Adressen und Notfallnummern bekannt geben. Sind diese zur gleichen Zeit verreist, dann sollten Sie einen Nachbarn ersuchen, ein offenes Auge auf Ihr Zuhause zu haben, und dort Ihre Kontaktdaten hinterlassen. Haben Sie jemanden, der sich in Ihrer Abwesenheit um Ihr Zuhause kümmern kann, ist es gut, dessen Kontaktdaten bei einem Nachbarn zu hinterlassen, damit dieser im Notfall Alarm schlagen kann.

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