Do, 23. November 2017

Sputen oder leiden

18.10.2014 13:53

Elektroschock-Armband gegen Faulheit geht in Serie

Über diese Nachricht wird sich so mancher (fiese) Chef freuen: Ein US-Start-up geht nun mit einem Elektroschock-Armband gegen Faulheit - krone.at berichtete bereits im Juli ausführlich (siehe Infobox) - in Serie und bringt das Gerät im April auf den Markt. Das in Boston entwickelte Armband soll einen kleinen Elektroschock abgeben, wenn es feststellt, dass der Träger entgegen seiner Pläne noch im Bett ist, nicht im Fitness-Studio trainiert oder seine Doktorarbeit schleifen lässt.

Per Bluetooth kommuniziert das Gerät mit einer Smartphone-App und stellt zum Beispiel mithilfe von Ortungsdiensten fest, ob jemand pünktlich im Büro angekommen ist. Nach Angaben der Entwickler kann man das eigene "Strafmaß", das bei Versäumnissen droht, selbst bestimmen.

Eine erste Erinnerung kann übergehen in eine immer stärker werdende Vibration, ein Piepen und schließlich Schocks von bis zu 340 Volt. Auch eine Strafzahlung an andere Nutzer der Technik oder eine Strafsperre für das eigene Handy lasse sich programmieren.

Das Gerät heißt "Pavlok" - in Anlehnung an den russischen Forscher Iwan Pawlow. Dieser hatte 1918 bei Experimenten beobachtet, dass ein Hund sich durch Verknüpfung bestimmter Reize konditionieren lässt. Die Macher sind überzeugt, dass die sogenannte Prokrastination (die menschliche Neigung, schwierig erscheinende Aufgaben vor sich herzuschieben) sich mit dem Gerät auf lange Sicht überwinden lässt - allerdings nur, wenn der Nutzer die "Therapie" unbegrenzt fortsetzt.

Das Gerät wird voraussichtlich im April auf den Markt kommen und kostet 149,99 Dollar (umgerechnet rund 117 Euro). Laut den Entwicklern sind bislang rund 1.000 Bestellungen für das Gerät eingegangen.

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