Mo, 20. November 2017

Wirbelsäulenbruch

16.04.2014 11:00

SMS am Steuer: Frau verletzte Radfahrer schwer

In Australien hat eine 21-Jährige mit Probeführerschein bei einer rund 20 Kilometer langen Fahrt sage und schreibe 22 SMS verschickt und empfangen, dabei Kontakt zu sieben verschiedenen Personen gepflegt – und einen schweren Unfall mit einem Radfahrer verursacht. Der erlitt schwere Verletzungen und musste operiert werden. Die Reaktion der Autofahrerin: "Das ist mir egal!"

"Ich bin angepisst, dass der Radfahrer die Seite meines Autos getroffen hat. Ich stimme nicht zu, dass Leute, die am Steuer SMS tippen, einen Radfahrer treffen könnten. Ich war gar nicht am Telefon, als ich den Radfahrer getroffen habe", soll die 21-jährige Kimberley Davis aus einer Kleinstadt unweit der Metropole Melbourne der australischen Zeitung "The Standard" zufolge bei ihrer Befragung durch die Polizei zu Protokoll gegeben haben.

Führerschein für neun Monate weg
Vor Gericht hat sie sich nun dennoch schuldig bekannt – und eine Geldstrafe von 4.500 australischen Dollar ausgefasst. Das sind umgerechnet rund 3.050 Euro. Auch ihren Führerschein muss die junge Frau für die nächsten neun Monate abgeben.

Dem angefahrenen Radfahrer dürfte das ein schwacher Trost sein. Er erlitt bei dem Unfall eine Wirbelsäulenfraktur und mehrere andere Verletzungen. Der Radfahrer – er hatte bei dem Zwischenfall die Beleuchtung angeschaltet – musste operiert werden und war anschließend drei Monate auf Rehabilitation.

Exzessive SMS-Nutzung bei kurzer Fahrt
Wie viele SMS die junge Frau tatsächlich während der Fahrt verschickt hat, fand die Polizei bei der Analyse der Handy-Aufzeichnungen heraus. Nicht weniger als 22 SMS wurden mit Davis' Handy während der rund 20 Kilometer weiten Fahrt von East Warrnambool nach Koroit verschickt und empfangen. Sieben andere Handys waren in die SMS-Unterhaltungen involviert.

Handynutzung am Steuer wird in vielen Ländern zum wachsenden Problem (siehe Infobox). Einer Studie zufolge greift allein in den USA jeder Dritte während der Fahrt zum Handy, um SMS zu lesen oder gar zu tippen. In Europa gibt es unterschiedliche Werte: In Portugal nutzt ebenfalls jeder Dritte das Handy während der Fahrt für SMS, in Deutschland – dort gelten ähnliche Bestimmungen zur Handynutzung im Auto wie bei uns - immer noch jeder Fünfte.

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