So, 19. November 2017

Technik-Trends

20.03.2014 12:32

InnoFest: LG will Geräte wieder simpler machen

Nicht nur smart, sondern vor allem simpel möchte LG die Zukunft gestalten. Mit welchen Innovationen dies gelingen soll, zeigte der südkoreanische Elektronikkonzern am Mittwoch auf der Hausmesse InnoFest in Venedig. krone.at war vor Ort, um einen Blick auf folgsame Staubsauger, intelligente Fitnessarmbänder und mehr zu werfen.

Die Zukunft wird smart, da sind sich alle Hersteller einig. Doch bei LG ist man der Meinung, dass man darüber hinaus auch nicht den Konsumenten aus dem Auge verlieren sollte, weshalb sich die Südkoreaner künftig mehr denn je auf eine einfache Bedienbarkeit konzentrieren möchten. Wie das aussehen kann, demonstrierten der breit aufgestellte Konzern beispielsweise anhand eines vermeintlich gewöhnlichen Staubsaugers: Der "Kompressor RoboSense" verfügt im Griff sowie im eigentlichen Sauger über mehrere Sensoren zur Richtungserfassung und ist somit in der Lage, automatisch seinem "Herrchen" oder "Frauchen" im Abstand von rund einem Meter zu folgen.

Der viereckige Staubsaugerroboter Hom-Bot Square hingegen weicht dank Ultraschall- und Infrarotsensoren nun nicht nur besser Hindernissen aus, sondern reinigt zur Not auch im Dunkeln. Er verfügt zudem über eine Lernfunktion, um bereits gesaugte von noch schmutzigen Ecken zu unterscheiden, und gibt via Sprachausgabe an, wenn die Arbeit verrichtet ist.

Waschmaschine mit NFC-Unterstützung
Smart und simpel soll es auch bei den Waschmaschinen zur Sache gehen. Touch-Displays gehören mittlerweile bei vielen neueren Geräten zum Standard. Die Südkoreaner statten einige ihrer neuen Modelle darüber hinaus mit der Nahfeldtechnik NFC aus. Nutzer können dann über ihr Smartphone bestimmte Waschprogramme beispielsweise für Wolle oder Babykleidung herunterladen und diese durch ein einfaches Antippen des Smartphones an der Waschmaschine starten.

Absicherung durch "Klopfzeichen"
Ums Tippen, genauer gesagt ums Klopfen, dreht es sich 2014 auch auf den Smartphones von LG. Mit "Knockon" hatte der Konzern im Vorjahr bereits für sein G2 eine Funktion vorgestellt, die es Nutzern durch Klopfen erlaubte, ihr Handy zu entsperren – immerhin eine Tätigkeit, die jeder einzelne von uns laut LG durchschnittlich 110 Mal am Tag macht. Mit der Weiterentwicklung "Knock Code" bringt das Unternehmen nun eine Funktion auf sämtliche seiner diesjährigen Modelle, die quasi die PIN-Eingabe ersetzt. Dabei gilt es, in der richtigen Reihenfolge auf die richtige Stelle zu tippen. Zwischen zwei und acht Berührungen sind nutzbar, insgesamt ergeben sich daraus exakt 86.367 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten.

Gesundheitsmonitoring per Fitness-Armband
Mit dem bereits auf der CES Anfang Jänner in Las Vegas vorgestelltem Lifeband Touch trägt LG dem Trend zu tragbaren (Fitness-)Technologien Rechnung. Das mit Beschleunigungs- sowie Höhenmesser ausgestattete Armband ermittelt zurückgelegte Strecken sowie die Geschwindigkeit und dient als Schritt- und Kalorienzähler. Spezielle Kopfhörer sollen darüber hinaus anhand der Blutzirkulation im Innenohr die Herzfrequenz erfassen. Per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt, informiert das Lifeband über ein OLED-Touch-Display zudem über eingegangene Anrufe und Nachrichten oder steuert die Musikwiedergabe.

Vereinfacht werden soll die Nutzung im Gegensatz zu diversen smarten Lösungen anderer Hersteller vor allem dadurch, dass sich das Lifeband gegenüber Apps und Geräten anderer Hersteller wie Apples iPhone oder aus Samsungs Galaxy-Serie offener zeigt.

Einfachere Benutzeroberfläche für Smart-TVs
"Maximalen Benutzerkomfort" verspricht LG schließlich für seine neuen Fernseher. Insgesamt über 40 Geräte, unter anderem LGs ab April erhältlichen Ultra-HD-, OLED- und Cinema-3D-Smart-TVs – werden mit der Plattform WebOS (Bild) versehen, die eine besonders einfache und intuitive Konfiguration und Bedienung ermöglichen soll.

Die grafische Benutzeroberfläche des ursprünglich von Palm entwickelten Betriebssystems auf Linux-Basis präsentiert sich dazu nicht nur äußerst farbenfroh und aufgeräumt, sondern reduziert zudem die einzelnen Schritte, die notwendig sind, um von einem Inhalt zum nächsten zu springen: Zuschauer können über das sogenannte Launcher Menü ganz einfach zwischen Inhalten navigieren, ohne dabei das momentane Programm unterbrechen zu müssen – und das dank der dazugehörigen Magic Remote quasi per Fingerzeig.

Ob es dem Hersteller damit gelingt, die Konsumenten künftig verstärkt für Smart-TV-Geräte zu begeistern, bleibt dennoch abzuwarten. Denn laut Studien, aus denen LG in Venedig zitierte, erachteten bislang 75 Prozent der Smart-TV-Besitzer ihr Gerät als zu kompliziert.

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