Mi, 22. November 2017

Wende blieb aus

30.11.2012 08:44

Windows 8: Bislang kein Anstieg bei PC-Verkäufen

Die Hoffnung auf eine Belebung des schwächelnden PC-Marktes durch die Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 hat sich Marktforschern zufolge zerschlagen. Wie die NPD Group am Donnerstag bekannt gab, fiel der Absatz von Windows-Laptops seit dem Verkaufsbeginn am 26. Oktober im Vergleich zum Vorjahr sogar um 24 Prozent. Der Rückgang bei Desktop-Rechnern habe neun Prozent betragen.

Damit gingen die Verkäufe in dieser Sparte insgesamt um 21 Prozent zurück - und das obwohl PC-Verkäufe nach der Veröffentlichung einer neuen Windows-Version traditionell eigentlich anziehen, weil Kunden auf die neue Software gewartet haben. Die Zahlen von NPD umfassen allerdings weder Verkäufe an Unternehmen noch die des neuen Tablet-Computers Surface.

Hoffen auf die Feiertage
"Nach nur vier Verkaufswochen ist es noch zu früh, Windows 8 die Schuld für die fortgesetzte Schwäche am PC-Markt zu geben", sagte Stephen Baker von NPD. Noch stünden die Feiertage bevor. "Aber es ist klar, dass Windows 8 nicht den Anstoß für eine Wende beim Absatz geliefert hat, auf den einige gehofft hatten." Sollte sich der Trend über die Weihnachtsfeiertage fortsetzen, wäre dies nicht nur eine Enttäuschung für Microsoft, sondern auch für PC-Hersteller wie Dell, HP und Lenovo.

Nur auf 58 Prozent aller verkauften Windows-Geräte
Windows 8 war NPD zufolge seit seiner Einführung nur auf 58 Prozent aller verkauften Geräte mit einer Variante des Microsoft-Betriebssystems zu finden. Bei seinem Vorgänger Windows 7 habe 2009 die Quote zu diesem Zeitpunkt bereits 83 Prozent betragen. Schätzungen von StatCounter zufolge läuft Windows 8 gegenwärtig auf etwa einem Prozent der weltweit 1,5 Milliarden PCs. Das wären 15 Millionen Computer.

Bereits 40 Millionen Lizenzen verkauft
Der US-Konzern hatte am Dienstag erklärt, bisher 40 Millionen Windows-8-Lizenzen verkauft zu haben. Die Zahl der verkauften Lizenzen ist allerdings nicht mit der Zahl von Benutzern gleichzusetzen, die Windows 8 auf ihrem Computer installiert haben. Der Löwenanteil geht an PC- Hersteller, die das Betriebssystem auf ihre Geräte aufspielen, bevor diese an Firmen oder Einzelhändler verkauft werden.

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