Di, 24. April 2018

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18.05.2012 10:24

Google erweitert Suche mit Wissens-Datenbank

Google hat seine Internetsuche um eine Datenbank mit abgesicherten Fakten, Biografien und Bildern erweitert. Die neue semantische Suchfunktion mit dem Namen "Knowledge Graph" ist in der Lage, Suchbegriffe nach unterschiedlichen Bedeutungen zu gruppieren und inhaltliche Zusammenhänge zu verwandten Themen herzustellen.

Google-Manager Amit Singhal erläuterte die neue Funktion in einem Blog-Eintrag am Beispiel der Suche nach dem Begriff "Taj Mahal". Der Knowledge Graph erkennt, dass diese beiden Worte zum einen das berühmte Mausoleum im indischen Bundesstaat Uttar beschreiben. Er kennt aber auch den US-amerikanischen Blues-Musiker Taj Mahal und das gleichnamige Casino-Hotel in Atlantic City (USA) als populäre Suchanfragen.

Zu der Sehenswürdigkeit in Indien präsentiert Google nun nicht nur die Kernfakten zu dem Mausoleum (aus Wikipedia) und ein Foto, sondern bietet auch bebilderte Links zu anderen herausragenden Sehenswürdigkeiten wie der Chinesischen Mauer oder dem Delhi Fort an. Anwender, die nicht nach dem Taj Mahal in Indien, sondern nach dem Musiker oder Casino gesucht haben, gelangen mit einem weiteren Klick zu ihren Ergebnissen.

Knowledge Graph zeigt zusammenhängende Infos
Zum Aufbau des Knowledge Graph hat Google in den vergangenen zwei Jahren eine Sammlung von 500 Millionen Personen, Plätzen und Dingen zusammengestellt, die eindeutig identifiziert und in inhaltliche Zusammenhänge gestellt wurden. So weiß das System, dass Leonardo da Vinci als Maler und Bildhauer der Kunstepoche der Renaissance zuzuordnen ist und zeigt im Knowledge Graph auch bekannte Werke des Universalgelehrten.

Neue Funktion soll Microsoft schwächen
Google versucht mit der neuartigen Suchfunktion, den Hauptwettbewerber Microsoft mit dessen Suchmaschine Bing auf Distanz zu halten. Bing hatte Anfang Mai eine "soziale Suchfunktion" vorgestellt, bei der Inhalte aus Netzwerken wie Facebook und Twitter zu den herkömmlichen Suchergebnissen hinzugefügt werden. Auch bei Google können solche Inhalte für angemeldete Nutzer angezeigt werden, allerdings nur in Verbindung mit dem hauseigenen sozialen Netzwerk Google+. In den USA führt Google nach Berechnungen von ComScore mit einem Anteil von 67 Prozent den Suchmaschinen-Markt an. Das restliche Drittel teilen sich Bing und die Suchfunktion von Yahoo, die ebenfalls von Bing betrieben wird.

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