Mi, 22. November 2017

Konsole oder Brille?

16.04.2012 11:02

Valve arbeitet an „tragbarem PC“ - vielleicht mit Apple

Der Spieleentwickler Valve - der vor allem mit dem Spieledownload-Dienst Steam Millionen scheffelt - werkelt einem Mitarbeiter zufolge an einem "tragbaren Computer". Es handle sich um ein Gerät, das künstliche Bilder nahtlos in die reale Welt einfüge, heißt es. Möglicherweise eine Antwort auf Googles vor Kurzem vorgestellte Augmented-Reality-Gläser, wird gemunkelt. Und noch etwas bringt die Gerüchteküche zum Brodeln: Apple könnte bei der Entwicklung mit an Bord sein.

Apple-Chef Tim Cook wurde vergangene Woche beim Besuch im Valve-Hauptquartier in Bellevue, Washington, gesichtet. Seither wird spekuliert, Valve habe sich für seine Entwicklung Hilfe beim Hard- und Software-Pionier gesucht.

Spielekonsole oder Google-ähnliche Brille?
Woran Valve im Moment genau bastelt, ist immer noch unklar. Schon Anfang März waren Gerüchte aufgekommen, der Spieleentwickler und Publisher arbeite an einer eigenen Spielekonsole mit neuartigem Controller (siehe Infobox). Nun aber hat Mitarbeiter Michael Abrash im Valve-Blog ein ganz anderes Projekt vorgestellt: Er arbeite an "tragbarer EDV" - also einem mobilen PC, der "computergenerierte Grafik und die echte Welt nahtlos übereinanderlegt". Es gebe "kein separates Display, das du in deinen Händen hältst" - man solle es sich vorstellen wie jene Art, mit der der Terminator im Film die Welt sieht.

Forschung noch theoretischer Natur
In etwa 20 Jahren werde der Computer überall und immer in die Welt eingebunden sein, ist Abrash überzeugt, sei es über Brillen oder Kontaktlinsen. Der Plattformwechsel jedoch werde schon viel früher erfolgen, in drei bis fünf Jahren. Dass Valve in Kürze eigene Augmented-Reality-Brillen als Konkurrenz zu Google auf den Markt bringt, ist dennoch fraglich, schließlich stellt Abrash klar, dass er nicht an einer praktischen Umsetzung arbeitet, sondern die theoretischen Möglichkeiten dafür erforscht.

Valve und Apple - ein logischer Schulterschluss?
So bleibt weiter offen, ob Valve doch eine Konsole herausbringt - und wenn ja, ob diese in Kooperation mit Apple entsteht. Dafür spricht, dass auch Valve wie Apple eine restriktive Produktpolitik verfolgt, schließlich dient Steam vielen Games als Kopierschutz. Zudem ist Valve für Mac-Umsetzungen von PC-Spielen bekannt. Allerdings könnte es sich das Unternehmen mit seiner riesigen Fanbasis an Computerspielern verscherzen, sollte die Konsole Apple-typisch den Konsumenten beschränken.

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