Mi, 22. November 2017

Mehr Wettbewerb

03.10.2011 08:51

Verlage setzen große Hoffnung in Amazons Kindle Fire

Der neue iPad-Rivale von Amazon weckt in der Verlagsbranche die Hoffnung auf größeren Wettbewerb im Tablet-Markt. Insbesondere die beherrschende Stellung von Platzhirsch Apple ist den Verlegern ein Dorn im Auge. "Was uns stört, ist, dass Apple die Geschäftsbedingungen diktiert", sagte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der Geschäftsführung beim Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger, der "Welt am Sonntag".

Nun gebe es nicht nur einen Anbieter mobiler Infrastruktur, "sondern einen zweiten starken Mitspieler", meint auch Wolfgang Fürstner, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger. Das verbessere die Situation der Inhalteanbieter und mache sie wieder zu echten statt zu Juniorpartnern.

Apple verlangt von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen eine Beteiligung von 30 Prozent für alle Titel, die im AppStore verkauft werden. Ähnlich sehe das Geschäftsmodell auch bei Amazon aus. Allerdings bekommen die Verlage dem Bericht nach von Apple nur sehr eingeschränkt Informationen über ihre Abonnenten.

Nur wenn iPad-Nutzer beim Kauf der Weitergabe ihrer Daten zustimmten, erhielten die Verlage diese Informationen, die für sie und für die Werbetreibenden wichtig sind. Der "Welt am Sonntag" zufolge ist Amazon bei der Weitergabe der Daten großzügiger.

Der Online-Versandhändler hatte seinen Tablet-PC Kindle Fire am vergangenen Mittwoch vorgestellt (siehe Infobox). Das Gerät kommt am 15. November zunächst nur in den USA auf den Markt. Einen Zeitplan für den internationalen Start nannte Amazon bislang nicht.

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