So, 22. Oktober 2017

Im Katastrophenfall

20.06.2011 14:46

Neues Kochtopf-Ladegerät lädt Handy und Co. auf

Damit Katastrophenopfer trotz Obdachlosigkeit und Stromausfällen weiter mit ihrem Handy telefonieren können, hat eine japanische Firma ein mit Wasserdampf betriebenes Aufladegerät in Form eines Kochtopfs entwickelt. Wie der in Osaka ansässige Hersteller TES NewEnergy mitteilte, wandelt der thermo-elektrische Kochtopf namens "Hatsuden-Nabe" Wasserdampf in Elektrizität um, die über einen USB-Anschluss in Handys oder GPS-Geräte und MP3-Player geleitet werden kann.

Das Gerät wird seit Juni für umgerechnet 212 Euro in Japan verkauft, wo die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März zehntausende Menschen obdachlos machte. Später soll das Gerät auch in Entwicklungsländern mit Stromversorgungsproblemen auf den Markt kommen.

Der Chef von TES NewEnergy, Kazuhiro Fujita, erklärte, die Katastrophe vom 11. März habe ihn zu der Entwicklung des Auflade-Kochtopfes bewogen. "Als ich Fernsehbilder von Erdbebenopfern sah, die ein Feuer machten, um sich warm zu halten, kam mir die Idee, ihnen gleichzeitig beim Aufladen ihrer Handys zu helfen."

Das neue Gerät braucht laut Hersteller zwischen drei und fünf Stunden, um ein Smartphone aufzuladen. Gleichzeitig könne in dem Topf Essen aufgewärmt werden. Anders als ein mit Solarzellen betriebenes Ladegerät funktioniere das Topf-Ladegerät unabhängig von Tageszeit und Wetter, hob Co-Entwickler Ryoji Funahashi hervor. Weil es klein sei, könne es außerdem im Fall einer Evakuierung problemlos mitgenommen werden.

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