Fr, 24. November 2017

Neuer Lieblingsrivale

08.06.2010 15:22

Steve Jobs verteilt Seitenhiebe in Richtung Google

Noch bevor Steve Jobs am Montag das iPhone 4 freudestrahlend präsentierte, verteilte der Apple-Chef während der Eröffnung der World Wide Developers Conference Seitenhiebe in Richtung Konkurrenz. Diese scheint das Unternehmen derzeit vor allem im Internet-Riesen Google zu erblicken, bedachte Jobs den Konzern aus Mountain View doch gleich mehrmals mit leicht spöttischen Kommentaren.

Natürlich waren diese aber gut verpackt in Statistiken zu den eigenen Produkten. So seien mittlerweile an die 8.500 für den Tabletcomputer iPad entwickelte Apps erhältlich, die auch bereits 35 Millionen Mal heruntergeladen worden seien. Nehme man die Zahlen für iPad und iPhone zusammen, so seien gar schon fünf Milliarden Mini-Programme über den Ladentisch gegangen.

In diesem Zusammenhang projizierte Jobs ein Zitat eines befreundeten Entwicklers an die Wand. Dieser hatte ihm wohl erklärt, dass er in nur einem Tag über den App-Store fünfmal so viel mit einer Applikation verdient habe als in fünf Jahren Werbung über GoogleAdwords. Das freute den Apple-Boss sichtlich. Anknüpfend daran erklärte Jobs auch, warum der App-Store für Entwickler besonders interessant sei: Bisher habe Apple eine Milliarde Dollar Gewinn an die iPhone-, iPod- und iPad-Programmierer ausbezahlt. "Wissen Sie, wir geben 70 Prozent der Einnahmen an die Entwickler weiter", erklärte der Apple-Kopf.

Damit nicht genug brachte Jobs - nachdem der Schwenk in Richtung Handys dann doch vollzogen wurde - noch eine aktuelle Studie des Marktforschers Nielsen aufs Tapet, die ihm alle Möglichkeit zur Häme über Google gab. Laut der Studie habe das iPhone in den USA über dreimal so viele Marktanteile wie Android-Handys und befinde sich mit 28 Prozent auf Platz zwei hinter RIM (Blackberry). Zur nächsten Statistik meinte Jobs nur: "Und da ist noch eine - mobile Browser-Nutzung. Das iPhone liegt bei 58,2 Prozent und Android bei 22,7 Prozent. Das sollte die Perspektive wieder etwas zurechtrücken."

Den Eindruck eines neuen Lieblingsrivalen erweckte auch die Tatsache, dass auf dem iPhone neben Google und Yahoo künftig Microsofts Suchmaschine Bing zum Einsatz kommt. Standard-Suchanbieter bleibt zwar vorerst Google, aber das kann sich schnell ändern. Und da das iPhone derzeit die am häufigsten genutzte Plattform für das mobile Surfen im Web ist, hat die Entscheidung von Apple unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftserfolg von Google im Mobilfunksektor.

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