Sa, 18. November 2017

„Keine Robin Hoods“

12.06.2009 11:05

Forman hält Plädoyer gegen Raubkopien

Hollywood-Regisseur Milos Forman ("Amadeus", "Einer flog über das Kuckucksnest") hat ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Raubkopien von Filmen und Musik im Internet gehalten. Raubkopierer "sehen sich selbst gern als moderne Robin Hoods", die "die Reichen bestehlen und die Beute den Armen geben", sagte der Oscar-Preisträger vor etwa 500 Teilnehmern des zweiten internationalen Urheberrechtsgipfels in Washington. Tatsächlich aber würden sie abertausende zum Teil arme Menschen bestehlen, die Filme, Musik und andere Produkte auf legale Weise erwerben.

Außerdem seien viele weniger erfolgreiche Künstler auf Bezahlung durch die Film- oder Musikindustrie angewiesen. "Diese Leute brauchen ihren Gehaltsscheck dringend", hob Forman hervor. Sie zu bestehlen, habe nichts mit den Aktionen von Robin Hood zu tun. Raubkopierer seien keine romantischen "Piraten", sondern schlichtweg "Diebe".

Auch er schätze die großartigen Verbreitungsmöglichkeiten, die das digitale Zeitalter mit dem Internet biete, sagte Forman weiter. Geistiges Eigentum müsse aber geschützt und Kreativität belohnt werden: "Wenn wir unsere Kultur kaputt machen, machen wir das Herz und die Seele unserer Gesellschaft kaputt", warnte der Regisseur.

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