Do, 18. Jänner 2018

Malware-Alarm

05.06.2009 13:46

Die gefährlichsten Suchbegriffe der Welt

Im Internet findet der Suchende alles - seien es Informationen oder Software-Downloads. Dementsprechend nutzen alle Internet-User Suchmaschinen, um die Webseiten zu finden, die ihnen das Gewünschte versprechen. Leider nützen Cyberkriminelle diesen Umstand aus und schummeln Sites mit gefährlichen Inhalten unter die Suchtreffer von Google, Yahoo! und Co. Die bösen Buben versuchen über diese Seiten, dem unbedarften Surfer Mal- und Adware unterzujubeln. Dass bestimmte Suchbegriffe besonders problematische Treffer zu Tage fördern, zeigt nun eine neue Studie des Computer-Sicherheitsspezialisten McAfee. Bei der Suche nach welchen Schlagworten du besondere Vorsicht walten lassen solltest, verrät dir krone.at.

Für die Studie hat McAfee auf die 2.600 populärsten Suchbegriffe des vergangenen Jahres von fünf Suchmaschinenanbietern, darunter Google, Yahoo! und Live, zurückgegriffen und untersuchte jeweils die ersten fünf Trefferlisten-Seiten – insgesamt also 25 pro eingegebenen Begriff. Die Treffer kategorisierte das Unternehmen mit Hilfe einer eigenen Software als sicher, potenziell unsicher oder unsicher.

"Lyrics": höchstes Maximalrisiko
Als das weltweit riskanteste Schlagwort hat sich dabei "Lyrics" erwiesen. Die Suche nach Songtexten brachte es in der Untersuchung auf ein Maximal-Risiko von sage und schreibe 50 Prozent. Maximalrisiko bedeutet in diesem Fall der maximale Prozentsatz an gefährlichen Websites, die die Tester auf einer einzelnen Trefferlisten-Seite gefunden  haben. Finden sich also auf mindestens einer der 25 überprüften Treffer-Pages von zehn Links fünf zwielichtige Verweise, so entspricht das einem Maximalrisiko von 50 Prozent. Auch die Suche nach dem Community-Portal "MySpace" oder einem "Word Unscrambler" – einem Programm zum Lösen von Buchstabenrätseln - förderte ein Maximalrisiko von 50 Prozent zu Tage. Knapp dahinter folgt die Suche nach gratis Musik-Downloads ("Free Music Downloads") mit 42,9 Prozent und die Suche nach "Game Cheats" mit 36,4 Prozent. Im Falle einiger Schlagwörter checkten die Online-Wachmänner auch die 25 beliebtesten Wortkombinationen. Der unrühmliche Sieger dieses Tests ist die Suche nach den 25 beliebtesten Sätzen, die das Wort "Screensavers", also Bildschirmschoner, enthalten. Diese Kombinationen kommen nämlich auf ein Maximalrisiko von fast 60 Prozent.

Durchschnittsrisiko
Neben dem Maximalrisiko hat McAfee auch das Durchschnittsrisiko der Suchtermini ermittelt. Dabei zählten die Sicherheitsspezialisten alle gefundenen Sites zusammen, die möglicherweise Mal- und Adware verbreiten, und dividierte deren Anzahl durch die Gesamtzahl der Treffer. Betrachtet man nun diesen Durchschnittswert, so heißt der neue Sieger der gefährlichen Suchbegriffe "Free Music Downloads" mit 20,7 Prozent. Das heißt, dass ein Fünftel aller aufgelisteten Webseiten gefährlichen Inhalt haben könnte. Gleich dahinter rangieren die Suchen nach "Game Cheats" (16,3 Prozent), "Word Scrambler" (16,1 Prozent) und "Lyrics" mit 14,8 Prozent. Der Durchschnittswert für die Suche nach "MySpace" sieht in diesem Licht betrachtet dann doch nicht so einschüchternd aus, wie das Maximalrisiko zuerst vermuten lässt: Im Durchschnitt linken nämlich nur 2,9 Prozent der MySpyce-Treffer auf potenzielle Risikoseiten. Auch diese Liste führen die Wortkombinationen für die Ausschau nach Bildschirmschonern an, lieferten die Suchmaschinen für diese Anfragen doch mehr als ein Drittel gefährliche Treffer.

Ungefährliches Viagra …
Trotz dieser Ergebnisse gibt es keinen Grund zu Panik. Denn insgesamt sind die Treffer der Suchmaschinenanbieter sicherer geworden. In einer älteren Studie waren noch vier Prozent aller Treffer potenziell gefährlich. In der aktuellen Untersuchung schrumpfte dieser Wert auf 1,7 Prozent. Interessant ist dabei auch, dass zum Beispiel die Suche nach einem tagtäglichen Spam-Betreff, nämlich Viagra, äußerst viele sichere Ergebnisse lieferte. Die blaue Potenzpille förderte nämlich ein Maximalrisiko von nur 1,6 Prozent und einen Durchschnittswert von weniger als einem Prozent zu Tage. Das ist das beste Ergebnis der gesamten Studie.

… gefährliches DSDS
Auch deutschsprachige Suchbegriffe hat sich das Unternehmen angeschaut – sich zu diesem Zweck allerdings ausschließlich die Trefferlisten von Marktführer Google zur Brust genommen. Als das gefährlichste deutsche Schlagwort erweist sich dabei "Schüler VZ", denn hier liefert die Trefferlisten-Page mit den meisten riskanten Seiten fast ein Drittel böse Links. Dem folgt die Suche nach "DSDS" – Deutschland sucht den Superstar – und "Kunstdruck" mit einem Maximalrisiko von immerhin noch 25 Prozent. Im Vergleich zu den wirklich gefährlichen Suchanfragen sind diese drei aber vernachlässigbar, denn ihre Durchschnittsergebnisse liegen bei nur 3,3 bzw. einem Prozent. In den Top Ten finden sich auch noch die Suche nach "Olympia" und der "EURO 2008".

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