Mo, 23. April 2018

Tesla-Benz!

19.05.2009 17:03

Daimler will mit Tesla Elektroautos bauen

Daimler will künftig mit dem US-Konzern Tesla Motors Elektroautos bauen. Der Stuttgarter Autohersteller beteilige sich daher an Tesla mit zehn Prozent, sagte Forschungschef Thomas Weber am Dienstag in Stuttgart. Der Kaufpreis belaufe sich auf einen zweistelligen Millionen-Betrag. Tesla zähle zu den führenden Herstellern von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.

Ende 2009 werde im Smart-Werk im französischen Hambach die Produktion von rund 1.000 Fahrzeugen der zweiten Generation des zweisitzigen Smart mit Elektroantrieb starten, kündigte Weber an. 2010 solle dann das erste Mercedes-Benz-Modell mit Batterieantrieb vorgestellt werden. Ab 2012 sollen alle Pkw von Daimler mit Lithium-Ionen-Batterien aus eigener Produktion ausgerüstet werden.

Weber zufolge reagiert Daimler damit auch auf die jüngsten Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Senkung des Treibstoffverbrauchs von Neufahrzeugen. Neue Pkw sollen amerikanischen Regierungsangaben zufolge ab 2016 mit einer Gallone (knapp 3,8 Liter) Benzin im Schnitt 35,5 Meilen (rund 57 Kilometer) weit fahren können - zehn Meilen weiter als bisher. Der durchschnittliche Benzinverbrauch pro 100 Kilometer würde damit von 9,2 Liter auf etwa 6,6 Liter sinken. Die Partnerschaft mit Tesla sei ein Schritt, um verbrauchsärmere und emissionsfreie Autos herzustellen, sagte der Daimler-Forschungschef. "Wir können und müssen neue Lösungen finden." Daimler arbeitet bereits mit Tesla bei der Entwicklung von Fahrzeug-Batterien auf Lithium-Ionen-Basis zusammen.

Die in Kalifornien ansässige Tesla baut bisher einen Roadster mit Elektroantrieb, der knapp 100.000 Dollar (73.465 Euro) kostet und eine Reichweite von gut 300 Kilometern hat. Jährlich werden bei Tesla derzeit rund 1.000 Autos gebaut. Das Unternehmen hat 450 Beschäftigte. Tesla-Chef Elon Musk kündigte an, das Unternehmen wolle Ende 2011 mit dem Bau einer Limousine mit Elektroantrieb beginnen. Dieses Modell S ähnelt der Mercedes-Benz E-Klasse. Davon könnten künftig jährlich bis zu 20.000 Stück gebaut werden. Zum Vergleich: Bei Daimler liefen 2008 rund 1,1 Millionen Pkw der Marke Mercedes-Benz vom Band.

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