So, 19. November 2017

Ausstieg

08.05.2009 10:54

Fujitsu zieht sich aus Festplatten-Geschäft zurück

Der japanische Elektrokonzern Fujitsu zieht sich komplett aus dem Geschäft mit Computer-Festplatten zurück. Nachdem das Unternehmen den Großteil seiner Aktivitäten bereits an den Wettbewerber Toshiba übergeben hat, löst Fujitsu jetzt auch das Gemeinschaftsunternehmen mit TDK auf, wie der Konzern am Freitag in Tokio mitteilte. Die beiden japanischen Elektrofirmen produzieren seit mehr als vier Jahren auf den Philippinen Schreib-/Leseköpfe für Festplatten. In dem Joint Venture sind gut 2.200 Menschen beschäftigt.

Fujitsu hatte sich bereits Anfang des Jahres entschieden, aus dem Festplatten-Geschäft - produziert wurden überwiegend Datenträger für Notebooks - auszusteigen. Der Hauptteil der Sparte und damit knapp 8.000 Menschen wechseln zur Jahresmitte zu Toshiba. Bis Ende 2010 bleibt Fujitsu aber mit einem Minderheitsanteil an dem mit umgerechnet rund 220 Millionen Euro bewerteten Hauptgeschäft beteiligt.

Flash-Speicher setzt Festplatten-Hersteller unter Druck
Der Markt für Festplatten steht seit Jahren unter einem enormen Preisdruck, der zuletzt noch durch den Vormarsch der Flash-Technologie erhöht wurde. Anders als bei Festplatten sind in Flash-Laufwerken keine beweglichen Teile vorhanden, die einem Verschleiß unterliegen. Noch sind Festplatten jedoch wesentlich günstiger. Toshiba gehört zu den größten Flash-Produzenten.

Zusätzlich lastet die Wirtschaftsflaute auf Fujitsu. Der Konzern schrieb in dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von umgerechnet rund 860 Millionen Euro.

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