Di, 17. Oktober 2017

Nach Siemens-Pleite

14.01.2009 10:21

BenQ-Manager sollen Millionenstrafe zahlen

Zwei Jahre nach der Pleite der ehemaligen Siemens-Handysparte sollen damalige Top-Manager einem Zeitungsbericht zufolge mit eigenem Vermögen haften. Insolvenzverwalter Martin Prager fordere Schadenersatz von früheren Managern des taiwanesischen BenQ-Konzerns, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Justizkreise. Der BenQ-Konzern hatte die Handysparte von Siemens gekauft.

Prager habe drei Spitzenmanager verklagt: Ex-Geschäftsführer David Wang, Ex-BenQ-Finanzchef Alex Liou und den früheren Vizechef des Gesamtkonzerns, Jerry Wang. Prager fordert den Angaben zufolge von jedem einzelnen Manager 28 Millionen Euro Schadenersatz. Womöglich müssten in dem Fall weitere ehemalige Manager mit Post rechnen, berichtete das Blatt weiter. Offen bleibt zunächst, ob auch auf den Ex-Chef von BenQ Mobile, Clemens Joos, Millionenforderungen des Insolvenzverwalters zukommen.

Prager gehe nach intensiver Prüfung der Bilanzen inzwischen davon aus, dass dem letzten deutschen Handy-Hersteller das Geld schon fast fünf Monate vor der offiziellen Pleite Ende September 2006 ausgegangen war. Dennoch sei laut Klage zu Unrecht weiter Geld aus dem Unternehmen abgeflossen, während die Top-Manager offiziell nach außen weiter Durchhalteparolen ausgaben. Der Insolvenzverwalter bestätigte der Zeitung gegenüber die Klagen nicht. Der Elektronikkonzern Qisda, wie BenQ heute heißt, wies der Zeitung gegenüber die Vorwürfe zurück.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden