Do, 19. Oktober 2017

Mehr Schärfe

19.08.2008 13:03

Digitalfotos helfen Videoqualität zu verbessern

Techniker des Grafik and Imaging Laboratorys (GRAIL) der Washingtoner Universität haben eine Methode entwickelt, mit der Videoaufnahmen mithilfe von Fotos derselben Szene deutlich verbessert werden können. Der verwendete Algorithmus ermöglicht es, Schärfe, Details ebenso wie Farben und Licht zu verbessern. Dennoch bleiben kameratypische Effekte wie Glanzlichter, Reflexionen und unterschiedliche Beleuchtung erhalten. Wie die Informatiker berichten, "transferiert die Software die Eigenschaften der Fotos auf das Video" - beispielsweise eine höhere Auflösung oder bessere Belichtung.

Darüber hinaus bietet die Technologie noch weitere Funktionen, die bei der Post-Produktion von Videos hilfreich sein können. So kann eine Videoaufnahme mithilfe eines Digitalfotos retuschiert werden, um Fehler im Bild zu entfernen. Des Weiteren ist es möglich, Objekte aus der Filmaufnahme verschwinden zu lassen. Zudem können Verwacklungen in der Aufnahme ausgebessert werden.

Bei der entwickelten Methode kommen zwei Algorithmen zum Einsatz, dank derer die Verbesserungen erzielt werden können. Bei Videoaufnahmen kämpfen die Kameras zumeist mit dem Problem, dass zu viele Daten gleichzeitig verarbeitet werden müssen. Somit entstehen bei Kameraschwenks oft Qualitätsverluste bei der Filmaufnahme. Die Forscher fotografieren nun die Szene zusätzlich mit einer Digitalkamera ab.

Hier kann auf Belichtungszeit, Schärfe und Farben genauer eingegangen werden als mit der Videokamera. Mit fünf bis sechs Fotos derselben Szenerie füttern die Techniker nun ihre Software, die vollautomatisch das Video korrigiert. Im Gegensatz zu Videobearbeitungsprogrammen muss der User keine manuellen Einstellungen vornehmen, das Programm arbeitet allein mit den Fotovorlagen.

Derzeit liegen nur eine Kurzbeschreibung der Entwicklung sowie eine Videodemonstration vor. Die fertige Software wurde von den Informatikern noch nicht veröffentlicht. Da die Digitalbilder zudem dieselben Bildinformationen liefern müssen, die auch mit der Kamera aufgenommen wurden, funktioniert die Technik bislang nur bei statischen Aufnahmen. (pte)

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