Brandgefährlich sind inzwischen vor allem nicht ausreichend bewirtschaftete und dadurch gepflegte Wald- und Nutzflächen. Und zwar europaweit. Vor gar nicht so langer Zeit gab es in vielen, besonders den südlichen Ländern die Waldweide durch kleine Wiederkäuer, welche das Gras fraßen und damit kurz gehalten haben. Seit dies nicht mehr passiert, brennen bei Trockenheit diese hohen Grasbestände wie Zunder. Kürzlich brannte ein unter Naturschutz gestellter Wald an der deutsch-belgischen Grenze. Es mussten dort Bewohner ihre Dörfer verlassen. Und es halfen dort selbst durch die Trockenheit wirtschaftlich gebeutelte Landwirte mit Traktoren und Güllefässern. In vielen Ländern ist inzwischen die Waldweide rigoros verboten. Und auch die Beweidung von sogenannten Naturschutzflächen wird immer öfter nicht zuletzt durch das Wolfsproblem aufgegeben. Wald- und Landnutzung ist auch Brandschutz. „Natürlich“ verwildern lassen ist es nicht. Dies muss man jenen, welche meinen, dass man nur der Natur ihren Lauf lassen muss, ins Stammbuch schreiben.
Helga Marsteurer, Waldegg
Erschienen am Mi, 19.8.2026
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