Die seit Längerem andauernde Diskussion um 45 Beitragsjahre für alle, die später eine abschlagsfreie Pension beziehen möchten, geht nun offenbar in die Endrunde. Es ist vollkommen richtig, wenn alle Berufstätigen dieselbe Anzahl an Beitragsjahren erarbeiten müssen. Bisher gab es viele, die bis 30 oder länger studierten, aber dann sehr wohl Anfang 60 eine gute Pension erwarteten. Sie bekamen sie auch zumeist dank ihrer guten akademischen Gehälter. Diese Ungerechtigkeit wird hoffentlich bald enden. Wer ab dem 14. Lebensjahr einzahlt, soll mit 59 oder 60 Jahren verdient und abschlagsfrei in Pension gehen können. Wer hingegen erst mit 32 oder 33 in ein dokumentierbares Berufsleben eintritt und zuvor von der Allgemeinheit profitierte, sollte in Zukunft damit rechnen, bis in die erste Hälfte seiner 70er arbeiten zu müssen, um eine gute Pension zu bekommen. Wer früher geht, bekommt dann halt nur Teile der Vollpension. So etwas nennt man wahre Gerechtigkeit.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Fr, 7.8.2026
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