Früher waren Spitzenpolitiker wie Bundespräsident, Kanzler, Minister, Staatssekretäre und Nationalratsabgeordnete Personen, zu denen man aufgeschaut hat, die Vorbilder und Respektspersonen waren, da sie Anstand hatten, Österreich mit vielen guten Ideen aufbauten und weiterbrachten und uns Frieden und Wohlstand bescherten. Diese ehrenhaften Männer und Frauen würden im Grab rotieren, wenn sie wüssten, wie ihre Nachfolger werken. Ehemalige (Pensionisten) und aktive Leistungsträger werden abgezockt und dafür Arbeitsunwillige (Mindestsicherung), NGOs und fremde Länder mit Geld überschüttet. Starke Neuverschuldungen, keine Reformen, keine Ideen, sie werken richtig ideen-, saft- und kraftlos dahin. Schwindeln das Volk vor den Wahlen mit falschen Defizitzahlen an und werden dafür mit noch besser bezahlten Jobs belohnt (Nehammer, Brunner). Nach desaströsen Wahlniederlagen oder Verurteilungen kommt keiner auf die Idee, Anstand zu zeigen und zurückzutreten. Statt die Wahrheit zu sagen – „Ich bleibe, weil mich in der Privatwirtschaft niemand nimmt und ich nicht zum AMS gehen will“ –, kommt die scheinheilige Antwort: „Ich laufe vor der Verantwortung nicht davon.“ Fordert dann ein Abgeordneter jene Wahlversprechen ein, die seine eigene Partei seit Jahren predigt, wird er von der Partei ausgeschlossen (Dornauer, Dengler). Trotz Rekordschulden und Abzocken der Bevölkerung wird zu Fußballspielen mit vielen Begleitpersonen geflogen oder werden teure Urinbecken in Venedig eröffnet. Seit Kurz im Biergarten des Schweizerhauses ausgebuht wurde, trauen sie sich sowieso nicht mehr unters normale Volk. Bei den Leistungen, die sie in den eineinhalb Jahren lieferten, würden sie wahrscheinlich mehr als ausgebuht werden. Die einzigen Politiker, welchen noch Respekt gebührt, sind die vielen Bürgermeister, die ihren Kopf für den Schwachsinn, den ihre Parteispitzen produzieren, dem normalen Volk hinhalten müssen.
Ing. Anton Kern, Graz
Erschienen am Sa, 18.7.2026
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