Österreich verliert Jahr für Jahr nicht nur gut ausgebildete, fleißige und leistungsbereite Menschen, sondern auch immer mehr Unternehmen. Fachkräfte wandern aus, Betriebe verlagern ihre Produktion oder investieren lieber im Ausland, weil sie dort bessere Rahmenbedingungen, niedrigere Kosten und weniger Bürokratie vorfinden. Was über Jahrzehnte aufgebaut wurde, geht schleichend verloren. Während Leistung immer stärker belastet wird, wachsen Bürokratie, Abgaben und staatliche Ausgaben unaufhörlich. Wer arbeitet, investiert und Arbeitsplätze schafft, fühlt sich zunehmend als Melkkuh der Republik. Viele Unternehmer verlieren den Glauben daran, dass sich Fleiß, Risiko und Eigenverantwortung in Österreich noch lohnen. Gleichzeitig hat die Politik nach Ansicht vieler Kritiker keine überzeugenden Antworten auf die Herausforderungen bei Migration, Integration, Bildung und Sozialstaat gefunden. Anstatt Fehlentwicklungen entschlossen zu korrigieren, werden Probleme oft verwaltet, beschönigt oder auf die Zukunft verschoben. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung schwindet von Jahr zu Jahr. Immer mehr Menschen haben den Eindruck, dass ihre Sorgen und ihre Kritik weder gehört noch ernst genommen werden. Statt zuzuhören, hält die Regierung unbeirrt an ihrem eigenen Kurs fest und ist überzeugt, stets das Richtige für das Land zu tun. Kritische Stimmen werden aus Sicht vieler Bürger zu oft ignoriert oder als unbegründet abgetan, während manche Politiker den Eindruck erwecken, auf einem hohen Ross zu sitzen – weit entfernt vom Alltag der Menschen, die die Folgen ihrer Entscheidungen täglich zu spüren bekommen. An der Spitze steht eine politische Klasse, der viele Bürger Realitätsferne, Reformunwillen und Selbstbeschäftigung vorwerfen. Statt die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken, dominiert Parteitaktik. Österreich droht dadurch nicht an seinen Bürgern oder seinen Unternehmen zu scheitern, sondern an politischen Entscheidungen, die Leistung ausbremsen und Stillstand verwalten. Meine persönliche Meinung: Manchmal entsteht bei mir der Eindruck, dass selbst ein Kindergartenkind mehr Gespür für die alltäglichen Probleme der Bevölkerung hätte als so manches Regierungsmitglied. Das ist eine bewusst überspitzte Formulierung, die meine Enttäuschung darüber ausdrückt, wie weit sich Teile der Politik aus meiner Sicht von der Lebensrealität der Menschen entfernt haben.
Hans-Peter Hauer, Haid
Erschienen am Sa, 11.7.2026
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