Die Kandidaten für die Leitung des ORF stehen fest, womit das Match um die Führung des ORF beginnt. Mit dem Theater um die Bestellung eines neuen Generaldirektors oder einer -direktorin sind weitere Diskussionen an der Tagesordnung. Intrigen, Spitzengagen, Klagen und die Weigerung der Stiftungsspitze (Lederer und Schütze), nach dem angerichteten Schlamassel und der Forderung des ORF-Redaktionsrats endlich das Feld zu räumen, beschäftigen seit Monaten den öffentlich-rechtlichen Staatssender. Die durch den Rücktritt von GD Roland Weißmann notwendige Bestellung einer neuen ORF-Spitze scheint nun das ganze Kasperltheater noch zu toppen. Während offiziell die 35 Stiftungsräte (warum so viele?) über die Führung des ORF für die nächste Periode (2027–2031) entscheiden sollen, ziehen im Hintergrund ÖVP-Kanzler Stocker und Vize Babler, trotz geforderter Entpolitisierung, die Fäden bei der Bestellung eines neuen Generaldirektors. Sie halten wie in einem Marionettentheater die Fäden in der Hand und lassen die Stiftungsräte zappeln. Das zu Zwangsgebühren verpflichtete Publikum kann über dieses Vorgehen nur noch den Kopf schütteln.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am So, 31.5.2026
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