Der Beitrag im ORF in der Sendung „Das Gespräch“ vom 3. Mai hat mich bewogen, meine Sicht zur aktuellen Debatte über die Gerechtigkeit in unserem Pensionssystem ins „Freie Wort“ zu bringen. Uns wird oft suggeriert, dass der Mittelstand der Pensionisten sich vor der notwendigen Budgetsanierung quasi drücken möchte. Doch wir Bürger sind uns der ökonomischen Notwendigkeiten bewusst und sind durchaus bereit, unseren fairen Beitrag zu leisten. Doch Solidarität muss auf einem soliden Fundament stehen: Ein würdevolles Leben ohne Armut muss für alle, die eine Mindestpension beziehen, gesichert sein. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum bei den Schwächsten gekürzt werden soll, während die „Spitzenpensionen“ sowie das Thema der „Mehrfachpensionen“ – wie z. B. im ORF thematisiert – offenbar unangetastet bleiben. Hier fehlt es an der sozialen Ausgewogenheit. Was uns Pensionisten jedoch wirklich ärgert, ist nicht das Sparen an sich, sondern die politische Rhetorik. Ob bei 1.-Mai-Reden oder in diversen Wahlkampf-Tiraden: Wir haben den Eindruck, von manchen „Quasslern“ mit Floskeln abgespeist zu werden, die diese selbst nicht glauben. Wir Bürger – und dazu zählen wir Pensionisten ebenso – lassen uns nicht gerne von oben herab behandeln. Wir haben ein feines Gespür dafür, wenn wir für dumm verkauft werden. Ehrlichkeit ist das, was wir uns von unseren Volksvertretern erwarten, statt wohlklingender Lügen. Es ist Zeit, dass die Politik wieder auf Augenhöhe mit den Menschen kommuniziert, die dieses Land mit ihrer Lebensarbeitsleistung aufgebaut haben.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Di, 5.5.2026
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