Während sich drei Parteien seit Monaten um die besten Plätze am Trog zanken, wird das Land immer mehr zum „Sanierungsfall“. Eine Serie von Großinsolvenzen hat in jüngster Zeit in Österreich Tausende Jobs gekostet, und die Zahl der Arbeitslosen liegt schon bei fast 400.000. Der Auslöser dieser Entwicklung ist vor allem die Industrie, die unter hohen Energiepreisen, Überbürokratisierung, übertriebene Regulative, Innovationshemmnissen und schlechter Konjunktur leidet. Merkwürdigerweise hört man trotz dieser prekären Rahmenbedingungen mit Massenentlassungen ständig die Unkenrufe nach noch mehr Migration wegen eines angeblichen Fachkräftemangels. Hier Ordnung zu schaffen und Österreich wieder zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort aufzuwerten, wird jedenfalls die wichtigste Aufgabe der neuen Regierung.
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