Seit Tagen gibt es bisher unvorstellbaren flächendeckenden Niederschlag über Österreich und weiten Teilen Europas. Bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter und für September ungewöhnliche riesige Schneemengen in den Bergen wurden zur Katastrophe. Zusätzlich droht Gefahr von Hangrutschen und Muren. Die Angst der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten steigt! Feuerwehren, Bundesheer, Rettung, Polizei sowie zahlreiche freiwillige Helfer stehen im Dauereinsatz. Menschen müssen ihre Häuser verlassen und stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Tausende haben alles verloren und blicken in eine ungewisse Zukunft. Die Lage ist dramatisch, und viele Menschen leben in Ungewissheit vor der weiteren Entwicklung. Klimaforscher erklären, dass durch die Erwärmung (das Mittelmeer ist derzeit 4 Grad wärmer als im Durchschnitt!) immer mehr Wasser in die Atmosphäre kommt, welches zwangsweise in Form von Regen und Schnee auf die Erde fällt. Die Mengen haben ein Ausmaß erreicht, welches bisherige Berechnungen infrage stellt. Die Besiedelung im Bereich von Flusstälern und die Verbauung von Berghängen müssen ebenso infrage gestellt werden wie die bisher errichteten Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser, Lawinen und Muren. Die von Technikern festgelegten Hochwasserhöhen HQ 100, welche die Wahrscheinlichkeit eines durchschnittlichen Ereignisses alle 100 Jahre vorhersagen, stimmen längst nicht mehr mit der Realität überein. Inzwischen finden derartige Katastrophen, bei welchen riesige Gebiete mit Millionen Menschen absaufen, bereits alle paar Jahre statt. Die erschütternde Realität holt die Menschheit zunehmend ein, und die Diskussion, wer für die Änderung des Klimas verantwortlich ist, scheint überholt!
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Di, 17.9.2024
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