Das freie Wort

Schafft Viktor Orbán einen Waffenstillstand.

.oder gar einen Frieden im Ukraine-Krieg? Liebe Leser, Sie haben richtig gelesen, nicht das neutrale Österreich bemüht sich um einen Waffenstillstand oder gar um einen Frieden im Ukraine-Krieg. Österreich hat alle Hände voll zu tun und wird trotzdem sehr bald nicht nur wegen des geplanten Ausstiegs aus der fossilen Energie enorme Energiedefizite aufweisen, sondern auch wegen der ständigen Sanktionen gegen Russland. Unsere Politiker reden gerne von „Solidarität mit der Ukraine“ und ähnlichen Floskeln, bedenken aber kaum die Folgen. Der jüngste Versuch, Russlands Wirtschaft zu schädigen, heißt 14. Sanktionspaket (Stand vom Juni 2024) gegen Russland! Unsere „neutrale“ Regierung, einschließlich der Energieministerin, trägt diese Sanktionen im Einklang mit der EU voll mit, wie sie es formuliert hat. Die betroffene Bevölkerung Österreichs wird dabei nicht gefragt. Und die Moral von der Geschichte: Wir dürfen als neutraler Staat der Ukraine Waffen bezahlen, und unsere Politiker wehren sich gar nicht dagegen. Das wird irgendwann zu einem Eigentor. Die österreichische Regierung sollte sich endlich um uns Österreicher kümmern und nicht ständig auf den Knien nach Brüssel rutschen. Putins Angriffskrieg auf die Ukraine ist natürlich zu verurteilen, obwohl die NATO-Ausweitung bis an die Grenzen Russlands möglicherweise Auslöser des Krieges war. Seit 1. Juli 2024 hat nun Ungarn den Ratsvorsitz, und diesen möchte Orbán nützen, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Wir können es ihm nur aufrichtig wünschen! Der ungarische Regierungschef Orbán hat schon bilateral vorgefühlt und besuchte zunächst die Ukraine und ein paar Tage später auch Moskau und China. Auch den republikanischen Präsidentschaftskandidaten hat er besucht. Seine Friedensmission geht also weiter! Man kann die Politik Orbáns kritisieren und vielleicht auch als unsolidarisch bezeichnen, aber Hochachtung bezüglich seiner Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg! Prompt kam aus der EU heftige Kritik! Der EU-Außenbeauftragte kritisierte Orbán, weil dieser „kein Mandat“ für die Reise bekommen habe, denn die Position der EU gegenüber Russland ist glasklar, es gibt keine offiziellen Kontakte zu Putin, daher wird mit ihm auch gar nicht gesprochen! Die EU-Führung ist also empört über die eigenmächtige Friedensmission. Orbán antwortet auf seine Weise: „Frieden schafft man nicht im bequemen Sessel in Brüssel.“ Anscheinend lautet aber die aktuelle EU-Politik: Kriegsverlängerung durch Waffenlieferungen an die Ukraine!

Mag. Anton Bürger, per E-Mail

Erschienen am Mo, 15.7.2024

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
19.6.2026Datum auswählen
Warum fragt man nicht das Volk?
Derzeit kann man diverse Volksbegehren unterzeichnen, aber Begehren sind nur Wünsche und daher für die Politik nicht bindend. Die reine Form der ...
Mag. Anton Bürger
Grasser wieder angeklagt
Der arme Mann wusste nicht, dass man Schmier- und Schwarzgeld versteuern muss. Es wäre kein Schwarzgeld, würde man das versteuern. Aber es geht ...
Robert Lehmann
Typisch österreichisch
Anzeige wegen „Steuerhinterziehung von Schmiergeldern“ von der WKStA. So nun Ex-Finanzminister Grasser passiert. Das muss man sich auf der Zunge ...
Franz Umgeher
Deutscher General, österreichischer Sieg!
36 Jahre lang musste Österreich auf einen WM-Erfolg warten. Nun ist er endlich da: 3:1 gegen Jordanien. Und ausgerechnet der Architekt dieses ...
Alessandro Ferrari
Arnie ist „unstoppable“
Das Getöse um den 10. Austrian World Summit der Schwarzenegger Climate Initiative wurde mit jedem Tag lauter. Neben der „steirischen Eiche“ Arnold ...
Josef Höller
Entscheidet endlich!
Da hat eine auf die Republik vereidigte Regierung eine Fachleutekommission zur Frage der Wehrdienstverlängerung eingesetzt und die – ebenfalls auf ...
Günter Braun
Trumps Kriege
Nach dem Überfall auf Venezuela führte Trump unbedroht monatelang Krieg gegen den Iran und die Kontrahenten stehen aktuell vor Friedensverhandlungen, ...
Mag. Martin Behrens
Pufferzone Ukraine
Die Hasskommentare über Zelenskij sind höchst unfair. Dieser Mann hätte sich zu Beginn des Krieges in Sicherheit bringen lassen können, doch er ...
Regina Gerold
Erbärmlicher Frieden?
Kriegstreiber samt Kriegswirtschaft bezeichnen das Friedensabkommen zwischen Iran und den USA als erbärmlich – also wie weitermachen?
Alois Neudorfer
Solidarität
Beinahe jeden Tag beschwert sich jemand in einem Leserbrief über die angeblich so ungerecht niedrige Pensionserhöhung. Natürlich wäre es ...
Dr. Florian Gimpl
Der neue ORF
Jetzt haben wir ihn, den neuen ORF-Generaldirektor Pig, aber ändern wird sich nichts. Es bleibt beim Staatsfunk alles beim Alten, notwendige Reformen ...
Josef Klepits
Nur acht Jahre Haft
Ein 14-jähriges Mädchen hat eine 64-jährige Frau in Wien mit über 80 Messerstichen brutalst ermordet! Die Opferfamilie muss nach der tiefen Trauer ...
Robert Kindl
Remigration
Laut Österreichischem Wörterbuch ist ein Migrant ein Zuwanderer oder Auswanderer. Diese Migration geschieht freiwillig und hat mit Asyl nichts zu ...
Rudolf Danninger
50 Jahre ohne Schein
Wenn hierzulande jemand 50 Jahre ohne Führerschein durch die Gegend brettern kann, dann muss was faul sein im System. Zudem war bei dem Auto dieser ...
Werner Schupfer

Voriger Tag
19.6.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung