Das Wort ,,aufgeben'' scheint in Nikki Haleys Wortschatz nicht vorhanden zu sein. Dennoch sehe ich für die ehemalige UN-Botschafterin überhaupt keinen Sinn mehr, ihre Kampagne fortzusetzen. Wenn sie nicht einmal ihren Heimatbundesstaat South Carolina für sich entscheiden kann und stattdessen einmal mehr eine krachende Niederlage gegen Frontrunner Trump hinnehmen musste, sollte sie besser einmal Selbstreflexion betreiben. Bereits seit der Vorwahl in New Hampshire bestehen keine seriösen Zweifel mehr daran, dass die Republikaner Donald Trump in den Vorwahlen den Vorzug vor Nikki Haley geben werden. Auch die landesweiten Umfragen sprechen eine klare Sprache. Zudem haben sich mit dem milliardenschweren Koch-Netzwerk auch wichtige Geldgeber für Haley zurückgezogen. Dass sie am Super Tuesday, wo dann in 15 Bundesstaaten gewählt wird, den Turnaround schafft, ist ungefähr so realistisch wie Schnee auf den Galapagos-Inseln. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis ihr aussichtsloses Ringen um die Präsidentschaftskandidatur ein Ende findet.
Ingo Fischer, Lavamünd
Erschienen am Fr, 1.3.2024
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