Verteidigungsministerin Claudia Tanner kündigte bei ihrem Besuch in Oberösterreich an, das Bundesheer werde im Rahmen der „Mission Vorwärts“ und „Aufbauplan 2032+“ weiter aufgerüstet. Modernisierung der Panzer, Nachbeschaffung der Transportflieger und insgesamt viel Geld für Ausrüstung und Bewaffnung. Das Bundesheer wird modern und schlagkräftig, viel Geld für Nachrüstung, so die Ministerin. Was die Ministerin allerdings nicht sagte, ist, wer künftig dieses moderne Gerät bedienen wird. Denn dafür fehlt bereits jetzt das Personal. Es gelingt trotz intensiver Werbemaßnahmen nicht, ausreichend Nachwuchs anzuwerben, und eine bevorstehende Pensionierungswelle verschärft die Situation zusätzlich. Die Besonderheiten des Soldatenberufes begrenzen die mögliche Interessentenzahl. Familienfeindliche Arbeitszeiten, mäßige Bezahlung und wenig Sozialprestige halten junge Menschen davon ab, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Die politisch Verantwortlichen müssen sich bewusst werden, dass allein mehr Geld für Waffen und Gerät nicht ausreicht, um ein modernes und einsatzbereites Bundesheer zu schaffen. Gelingt es künftig nicht, ausreichend Personal anzuwerben, werden viele Geräte weder bedient noch gewartet werden können. Gesellschaft und die Politik sind gefordert, jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine erfolgreiche Anwerbung von Soldaten und Mitarbeitern unterstützten.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Mi, 13.9.2023
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.