Wer die Augen nicht komplett davor verschlossen hat, was Trump schon in der ersten Amtszeit aufgeführt hat, dem war klar, falls dieser Typ noch mal US-Präsident wird, treibt er es noch bunter und wilder. Im eigenen Land und mit der Welt. Wobei das Ausmaß seiner Umtriebe in der zweiten Amtszeit nicht zu erahnen war. Nämlich, dass er nicht nur Amerika aus den Angeln hebt, sondern die Weltordnung gleich mit. Vor nicht allzu langer Zeit wollte er Putin noch mit schärferen Sanktionen an den Verhandlungstisch zwingen. Jetzt wollte er vor den Midterms mittels Diesel-Deal mit Putin innenpolitisch vom eigenen Iran-Krieg und dessen Folgen ablenken. Damit füllt er aber nur Putins Kriegskasse und verschiebt so den Verhandlungstisch noch weiter nach hinten. Die Preise an den US-Tankstellen senkt er damit auch nicht nachhaltig. Und weil er bei Putin so wie bei allen anderen auf taube Ohren stößt, wettert er gegen die Ukraine und will Zelenskij loswerden. Vom von ihm verlautbarten Energie-Waffenstillstand wissen weder Moskau noch Kiew, Bomben und Drohnen fliegen weiter.
Christian Stafflinger, Linz
Erschienen am Mi, 14.10.2026
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