Am 30. 4. durften wir in der „Krone“ Interessantes aus den Leserbriefen zum Thema 1. Mai erfahren. Unter anderem war die Rede von Zeit für Gerechtigkeit, von sozialer Sicherheit, Fairness und von Solidarität. Zwischen den Zeilen konnte man auch lesen, dass diese wichtigen Eckpfeiler einer erfolgreichen Gesellschaft nur die Sozialdemokratie gewährleisten kann. Allerdings wenn sich die gegenwärtigen Vertreter der Sozialdemokratie auf den Spuren roter Politgrößen der Vergangenheit wähnen, würde das im klerikalen Kontext Gotteslästerung bedeuten. Seinerzeitigen Vertretern der Arbeiterschaft wie Bruno Kreisky und Anton Benya lag das Wohl der Schwachen unserer Gesellschaft nämlich tatsächlich am Herzen. Eine Situation wie das gegenwärtige Gezänk von machtgierigen Durchschnittspolitikern wäre unter Kreisky undenkbar gewesen. Glauben die Protagonisten dieser internen Zerfleischung ernsthaft, dass sie die ureigensten Werte der Sozialdemokratie vertreten? Das ist doch ein Treppenwitz der Geschichte. Es ist einfach zu wenig, immer nur die FPÖ und ihre Wähler als Nazis zu verdächtigen. Was hätten die heutigen untadeligen Wertehüter zur Zusammenarbeit von Bruno Kreisky und FPÖ-Parteiobmann Friedrich Peter mit NS-Vergangenheit gesagt? Aber damals stand halt noch das Wohl der Menschen im Vordergrund und nicht scheinheilige Diskussionen, die keinem einzigen Schwachen unserer Gesellschaft aus seinen Problemen helfen. Der interne Kampf in der SPÖ wird sicher keinen klaren Sieger bringen, die Partei weiter spalten, und die einstigen roten Kampfparolen werden einmal mehr ungehört verhallen.
Alexander Neumann, Grünbach am Schneeberg
Erschienen am Mi, 3.5.2023
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