Wie das Umweltbundesamt kürzlich bekannt gab, verfehlt Österreich seine selbst gesetzten Klimaziele massiv und wird erst 2050, also mit 20-jähriger Verspätung, das gesetzlich verpflichtende EU-Reduktionsziel erreichen. 2030 werden außerhalb des Emissionshandels voraussichtlich noch immer rund 42 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Das sind rund 12 Millionen Tonnen mehr, als das EU-Ziel für Österreich vorsieht – trotzdem immerhin 48 Prozent weniger als 2005. Das wird wieder Wasser auf die Argumentationsmühlen diverser Umweltorganisationen und Klimakleber leiten und zu noch radikaleren Forderungen bzw. „Aktivitäten“ führen. Vollkommen ausgeblendet wird dabei, dass Österreich eines der Haupttransitländer Europas darstellt und tagtäglich Massen von Lkw unser Land durchqueren, um die europäische Wirtschaft am Laufen zu halten. Ein Fahrerlebnis auf der Brenner- oder Westautobahn bestärkt jede/jeden in dieser Ansicht. Und genau diese zumeist ausländisch registrierten Lkw sind zusammen mit dem Schiffs- und Flugverkehr die Hauptproduzenten von Treibhausgasen. Österreich jetzt speziell als großen Sünder darzustellen ist perfid. Was sollen wir bitte dagegen tun? Um eine Besserung der Lage zu erreichen, müsste auf europäischer Ebene beschlossen werden, keinen durch mehrere EU-Staaten transitierenden Lkw-Verkehr mehr zu gestatten und an dessen Stelle nur noch Bahntransporte zu erlauben. Doch wie soll das bitte gehen, wenn in Brüssel selbst Vertreter der Frächterlobby sitzen und alles nur Mögliche tun, um seit Jahren politische Beschlüsse hinsichtlich eines Umstiegs von der Straße auf die Bahn zu verhindern?
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Di, 2.5.2023
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.