Das freie Wort

Klimawandel – kein Thema für Österreich?

Es ist mittlerweile wohl offensichtlich, dass Mutter Erde sich immer heftiger gegen die Umweltzerstörung durch die Menschen zur Wehr setzt. In Österreich kommt aber immer wieder das Argument, dass wir ohnehin nicht die Welt retten und daher auch so weitermachen könnten wie bisher, auch unser Bundeskanzler ist anscheinend dieser Meinung. Ja, Österreich kann nicht verhindern, was auf anderen Kontinenten geschieht. Wir können aber für unser Land sehr viel bewirken und uns auch auf EU-Ebene für Umwelt-, Tier- und Artenschutz einsetzen. Als Erstes gehört die Bodenversiegelung durch immer noch mehr Bauten auf der grünen Wiese gestoppt. Unser kleines Land hat genug hochrangige Straßen und Autobahnen. Alleine wenn man an die vielen unnötigen Autobahn-Auf- und Abfahrten bei uns denkt, ein jedes 1000-Seelen-Dorf hat davon mehrere, wogegen man ihn Deutschland oft auf 20 km keine findet. Jetzt werden auch noch hektarweise wertvolle Ackerflächen mit Photovoltaikanlagen zugepflastert. Wie bitte will man die dann noch als Anbauflächen nutzen, gehen dann die Landwirte wie vor 100 Jahren mit der Sense zu Werke? Mit Maschinen wird man das dann kaum bewerkstelligen können. Wenn ab 2035 nur mehr mit E-Autos gefahren werden darf, wird das aber nicht reichen. Dann werden wir teuren Strom von gefährlichen Atomkraftwerken aus dem Ausland importieren müssen. Warum kann man nicht die vielen Flächen auf den Lärmschutzwänden entlang der Autobahnen nützen, dort ist ohnehin die Infrastruktur vorhanden. Dadurch könnte man sich auch viele Windräder auf den Bergkuppen ersparen, für die kilometerweit Zufahrtswege durch unsere Wälder geschlagen werden müssen. Jeder Gartenbesitzer kann etwas für die Artenvielfalt in unserer Natur beitragen, indem er durch naturbelassene Ecken Lebensräume für Vögel, Insekten und Amphibien schafft. Wir werden nicht die Welt retten, aber vor unserer Haustüre können wir sehr wohl dafür sorgen, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder noch wunderbare Natur in Österreich genießen können.

Susanne Freigassner, per E-Mail

Erschienen am Do, 16.3.2023

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