Die ältere Generation der Exekutive dürfte sich wohl mehrheitlich nach Freigabe der sichtbaren Körper-Tattoos bei Polizistinnen und Polizisten denken, dass der Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) von allen guten Geistern verlassen worden ist. In meinen jungen Gendarmenjahren gab es noch keine DNA-Analyse, aber wir mussten im Kriminaldienst bei Amtshandlungen gegen sogenannte „Häfen-Brüder“ die Tätowierungen – so nannte man sie damals – penibel dokumentieren, und so manchem Wiederholungstäter wurde der Körperschmuck zum Verhängnis. Die Tattoos signalisieren eine bestimmte Geisteshaltung, und man müsse die Sinnhaftigkeit überdenken, zumal die Ordnungshüter den Staat repräsentieren und in der Öffentlichkeit ein seriöses Erscheinungsbild abgeben sollen. Mit den Tattoos wurde zwar ein lukratives Geschäftsfeld erschlossen, jedoch dürften auch medizinische Gründe dagegen sprechen. Es klingt auch operettenhaft, dass jedes Tattoo einzeln begutachtet werden soll. Bleibt nur die Hoffnung, dass Tattoos und das verstörende Gendern im Zeitenwandel auf der Strecke bleiben. Resümee: Die Senioren der Exekutive werden sicher an die seinerzeitigen restriktiven Aufnahmekriterien zurückdenken, und es ist irritierend, dass mit solchen Weltanschauungen um Polizeinachwuchs geworben wird. Es wäre eher notwendig, dass der Exekutive durch die Gerichte, Behörden und Vorgesetzte der Rücken gestärkt wird und dass ihr wieder der gebührende Stellenwert zukommt.
Peter Puster, Gendarmerie-Chefinspektor, i. R., Feldkirchen bei Graz
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