Im Grunde ist es in der Demokratie die Aufgabe der Gesetzgeber, im Interesse der Bürger politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen, aber auch konkrete Bestimmungen, also Gesetze zu beschließen. Eine gute Verwaltung an der Spitze, die Regierung, hat diese umzusetzen, und die Gerichtsbarkeit hat darüber zu wachen und bei Zuwiderhandeln letztgültig zu entscheiden. Ein riesiges Problem, das auf diesem Weg seit Jahrzehnten nicht gelöst wurde, ist der Tierschutz. Gesetzesanträge seitens der politischen Parteien kamen bisher nur von den Grünen, die aber als kleine Partei im Parlament keine Mehrheit finden konnten, auch nicht in der derzeitigen Regierung mit der ÖVP. Innerhalb der Volkspartei scheitert es immer wieder am Bauernbund, unterstützt vom Wirtschaftsbund, die aus herzloser Einstellung Tiere als Ware und nicht als fühlende Lebewesen betrachten. Auch ihre Politik, die Tierhaltung von ursprünglich kleineren Einheiten, wo Bauern noch mehr Bezug zu den einzelnen Tieren hatten, in Massentierhaltung aufzustocken, hat zu den beengten Haltungsformen geführt, wo Rinder, besonders Schweine, auf Vollspaltenböden, im Stress gegenseitig sich verletzend, ihr Leben fristen müssen, bis sie oft in langen qualvollen Transporten in Lkw und Schiffen – sogar in den arabischen Raum – bis zur Schlachtung oft mit unzureichender Tränkung und Fütterung ausharren müssen. Zu bedauern sind auch Konsumenten, die so ein mit Stresshormonen vollgepumptes Fleisch essen Umgekehrt verzehren auch bei uns Konsumenten derartiges Fleisch, besonders wenn es als Billigfleisch aus Nord- oder Südamerika ohne gute Kennzeichnung angeliefert wird, wo die Tiere mit gentechnisch manipulierten Futtermitteln intensiv gemästet werden, wofür vorher auch Regenwald gerodet wurde. Nun droht abermals sogar das Mercosur-Abkommen der EU mit Südamerikanischen Staaten, das von europäischen Politikern leichtfertig mit ausgehandelt wurde und von österreichischer Seite, besonders vom ÖVP-Wirtschaftsbund, forciert wird. Innerhalb der Landwirtschaft haben dankenswerterweise Biobauern diese Fehlentwicklungen nicht mitgemacht. Ebenso haben viele Konsumenten zu Biofleisch gegriffen, sowohl der Gesundheit wegen, als auch, um Tierleid zu ersparen, oder überhaupt sich auf mehr Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und Obst umgestellt, nicht ohne die vielen guten Informationen durch Medien, die auf Grund des weitgehenden Versagens der Politik im Tierschutz erfreulicherweise eine vierte Säule der Demokratie einnehmen. Herausragend setzen sich hier wohl Journalisten der „Kronen Zeitung“ wie Maggie Entenfellner, Mark Perry, Christa Blümel ein. Dank gebührt ebenso der Chefredaktion, die in der Zeitung so viel Platz für die Berichte, Bilder, Reportagen und Kommentare einräumt. Und auch die Tierschutzorganisationen wie „Vier Pfoten“, „Verein gegen Tierfabriken“ usw. mit ihren traurigen Beobachtungen und Erfahrungen gebührend zu Wort kommen lässt. Sehr zum Spitzenergebnis für das Tierschutzvolksbegehren beigetragen hat die „Kronen Zeitung“, die ihre Informationen über das Tierleid in den Ställen und auf den Transporten seither noch verstärkt. Gut, dass Ida Metzger zuletzt den Landwirtschaftsminister Totschnig aufs Korn genommen und verglichen hat, wie er beim Jägerball geglänzt, aber beim Tierschutzvolksbegehren gefehlt hat. Leider auch im Tierschutz allgemein, wenn er weiter nur im Interesse von Intensivtierhaltern quälerisch lange Lebendtiertransporte unterstützt und die Fristen für die Abschaffung von Vollspaltenböden in die Länge zieht.
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