Nicht nur, aber besonders für Schüler und Jugendliche ist das Handy zum dominanten, unverzichtbaren, omnipräsenten elektronischen Begleiter geworden. Die sogenannte „Generation head-down“ – gesenkter Kopf und gekrümmter Rücken, Blick und Aufmerksamkeit permanent auf das Smartphone gerichtet – negiert ihr Umfeld und die aufrechte Körperhaltung des Homo erectus. Notorischer, exzessiver Gebrauch des Smartphones bis zu sieben oder mehr Stunden pro Tag sind Usus. Österreichs Schulen sind ausreichend mit digitalen Tools (Smartboards, PCs, Laptops, Tablets) ausgestattet. Mit ein Grund, alle Bildungsstätten Österreichs per Verordnung durch den Bildungsminister zur handyfreien Zone zu erklären. Unvorstellbar? Mitnichten. Drei simple Regeln, die es, wenn auch anfangs mit viel Widerwillen, einzuhalten gilt: Erstens, wenn ein Schüler das Schulgebäude betritt, ist sein Smartphone bereits ausgeschaltet. Zweitens, das Handy wird für die Dauer des Unterrichtstages im abgesperrten Spind jedes einzelnen Schülers – und nur dort – verwahrt. Ist das nicht möglich, so schafft die Schule Schließfächer in Klassenstärke an, in denen die Geräte versperrt verwahrt werden. Ein „höchst notwendiges Telefonat“ eines Schülers oder eines Elternteils wird über die Schulleitung abgewickelt. Drittens, bei Zuwiderhandeln wird das Mobiltelefon des Schülers ohne Wenn und Aber für eine Woche von der Schulleitung konfisziert. Elternproteste und die Drohung mit dem Rechtsanwalt haben keine Aussicht auf Erfolg. Es ist überflüssig, die vielen Vorteile einer Implementierung der handyfreien Schule aufzulisten. Ein essenzieller Schritt, Schulqualität mit minimalen Kosten umgehend und merklich zu steigern. Handyabsenz bedeutet Kopf frei für eine gedeihliche Arbeit. Apropos, auch das Mobiltelefon des Lehrers im Klassenzimmer ist dann ein absolutes No-Go. Kopf hoch, „Generation head-down“!
Sepp Schnöll, Lehrer, Kuchl
Erschienen am Sa, 1.10.2022
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