Das freie Wort

Baustellen

Da gibt es jene, die uns besonders im Sommer nerven. Die Baustellen auf Autobahnen und in der Stadt. Dann sind da die Baustellen, die Jahrzehnte dauern und schon fast vergessen sind: Brennerbasistunnel, Semmeringtunnel, Koralmtunnel, Parlamentsgebäude, Bewilligungen für neue Kraftwerke, Windkraftanlagen. Nicht zu vergessen jene Baustellen, die selbst ein Herkules nicht stemmen kann: Ausbau alternativer Treibstoffe, Wasserstoff, modernes Energienetz, eine Verwaltungsreform des Staates Österreich oder Bundesheer-Reform. Reformen, die diesen Namen auch verdienen. Die Ausreden sind immer: kein Geld, geht nicht, will nicht, zu wenig Zeit. Apropos zu wenig Zeit: Wie wäre es, wenn unsere Abgeordneten im Sommer Anschauungsunterricht in direkt gelebter Demokratie geben. So könnten Gruppen wertfrei und ohne Partei- und Clubzwang über alle Themenbereiche diskutieren. Und dass das alles nicht für den Hugo ist, sollte es als Quintessenz in einer Volksbefragung, einem Volksbegehren oder einer Volksabstimmung münden. Zwar wird immer von „direkter“ Demokratie geredet, vor allem vor Wahlen, aber auch sie bleibt eine Baustelle. Um den sommerlichen Baustellenkreis zu schließen: Kurzfristig wird die eine oder andere Baustelle geschlossen werden können, aber von den langfristigen bleiben für die nächsten Jahre noch genügend übrig.

Klaus Pump, Voitsberg

Erschienen am Do, 4.8.2022

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