Anlässlich der berührenden Geschichte von Dr.in Kellermayr kommt es zu Lichtermeeren. Wir solidarisieren uns mit den Opfern. Viel wichtiger aber wäre es, im Kopf zu behalten, wie hoch der Leidensdruck für Frauen sein muss, dass es überhaupt zu solchen Hilfeschreien kommt. Wir sind nämlich sehr oft so gepolt, dass wir von klein auf lernen, unsere Probleme möglichst herunterzuspielen bzw. selbstständig zu lösen. Weibliche Sozialisation bedeutet, dass du zuerst einmal bei dir selbst nach dem Fehler und nach möglichen Auswegen suchst. Suizide geschehen, wie Femizide, nicht ohne Vorzeichen. Einerseits muss es ausreichend Anlaufstellen für hilfesuchende Menschen geben, andererseits muss auch gewährleistet sein, dass in krisenhaften Situationen eine Begleitung gewährleistet ist. Wichtig wäre daher eine Basisfinanzierung aller Mädchen- und Frauenberatungsstellen in den Regionen, denn auf dem Land sind Frauennetzwerke fragil. Nicht jede Frau hat die Möglichkeit, laut genug um Hilfe zu schreien, wie das traurige Beispiel von Dr.in Kellermayr deutlich macht.
Eva Surma, Frauenberatungsstelle Leibnitz
Erschienen am Do, 4.8.2022
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