Wer noch immer an faktenbasierte Entscheidungen der Regierung in Sachen Corona geglaubt hat, wurde wieder einmal eines Besseren belehrt: Die Skipisten öffnen, doch die Schulen bleiben zu. Gegen sportliche Aktivitäten ist nichts zu sagen, aber die Verhältnismäßigkeit ist einfach nicht gegeben: Vor allem Oberstufenschüler sind seit Wochen stundenlang an den Computer gefesselt und müssen einen Not-Unterricht erdulden, der nicht notwendig ist, zumal ja bei den Corona-Tests nur eine äußerst geringe Infektionsrate der Lehrerinnen und Lehrer festgestellt wurde. In den Schulen wurden Raum- und Hygienekonzepte erarbeitet, Schularbeiten und Semesterprüfungen mehrfach verschoben; kaum fertig, musste man aus den Medien erfahren, dass die am Vortag verkündeten Spielregeln doch wieder anders sind, von einem rechtzeitigen Einlangen eines verbindlichen Verordnungstextes ganz zu schweigen. Die Betroffenen fühlen sich zunehmend veräppelt. Besonders lustig wird die Sache, wenn im Jänner ein Teil der Schüler und Lehrer freigetestet in der Schule sitzt, der andere Teil zu Hause in Quarantäne verbleiben muss – dann wird das unvermeidliche Multitasking langsam ungesund.
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