In Ihrer Ausgabe vom 16. 11. 2020 stellen Sie die Frage nach einer „verlorenen Generation“ auf der Titelseite, mit der Begründung, dass der Lockdown so schwere wirtschaftliche Folgen bei den betroffenen Jugendlichen zur Folge hätte, dass aufgrund der versäumten Ausbildung ein Leben lang geringeres Arbeitsentgelt zu erwarten wäre. Als ähnliches Beispiel gestatte ich mir die Wiederholung einer Schulstufe anzuführen. Allerdings hatte ich nie den Eindruck, dass ein solch „verlorenes“ Jahr besonderen Einfluss auf die finanzielle Situation im nachschulischen Leben genommen hätte. Ich selbst gestehe zwei Semester an der Uni regelrecht verbummelt zu haben, was aber keinen zerstörerischen Einfluss auf meine Karriere hatte. Verbummelte Semester und wiederholte Klassen sind zweifellos nicht erstrebenswert, man sollte aber – besonders bezüglich der wirtschaftlichen Konsequenzen – die Kirche im Dorf lassen.
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