Lieber Herr Schwarzenegger, Superhelden können mit einem Nebensatz die Richtung von Weltgeschehnissen verändern. Umso fataler ist es, wenn Sie Opferzahlen herunterspielen, um Atomenergie zu verharmlosen. Die Behauptung, dass die Opferzahlen durch Unfälle in Kohlekraftwerken und durch die Feinstaubbelastung deutlich höher sind als die Opferzahlen von Nuklearkatastrophen, stimmt nicht: Get your number right, Herr Schwarzenegger! Allein der Tschernobyl-Super-GAU wird langfristig zu über 40.000 Todesfällen führen. Über 400.000 Europäer/innen müssen ein erhöhtes Krebsrisiko in Kauf nehmen. Nach 35 Jahren tötet Tschernobyl immer noch! Atomenergie ist bestimmt keine Lösung für die Klimakrise. Während erneuerbare Energien billig und sofort verfügbar sind, dauert der Bau von Atomkraftwerken jahrelang und verschlingt Millionen an Steuergeldern. Die Atomlobby hat es leider geschafft, vor allem junge Leute wieder für Atomenergie zu begeistern. Umso wichtiger bleibt auch weiterhin das starke Sprachrohr der „Krone“ gegen Atomenergie.
Martin Litschauer, Anti-Atomenergie-Sprecher, Gründer Club im Parlament
Erschienen am So, 6.9.2020
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