Auch wenn sich FPÖ-Chef Norbert Hofer im Sommergespräch bei Simone Stribl als freundliches Gesicht der Freiheitlichen präsentierte, konnte man bei ihm über weite Strecken des Gesprächs deutlich heraushören, in welchem Dilemma die Partei steckt. Hofers Kritik am Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung mag zwar teilweise berechtigt sein, aber letztendlich blieb auch er ziemlich vage und konkrete Antworten schuldig. Seine klare Ablehnung gegenüber einer Impfpflicht kam aus strategischer Sicht hingegen nicht überraschend. Wie schwer das Erbe für Parteichef Norbert Hofer ist, kam aber im Gespräch über die Ibiza- und Spesenaffäre deutlich zum Ausdruck. Der Name Strache blieb dabei wie ein Kaugummi an ihm kleben. Summa summarum war auch das dritte Sommergespräch, welches von der sympathischen und kompetenten Moderatorin Simone Stribl wieder souverän geführt wurde, absolut sehenswert.
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